Etingen l Marko Alex (CDU), Ortsbürgermeister von Etingen, begrüßte 65 Radfahrerinnen und Radfahrer an der Bushaltestelle in Etingen. Das Besondere an dieser Tour war, dass etwa 30 Teilnehmer der Fahrraddemo aus dem benachbarten Wegenstedt kamen.

„Wir sind überwältigt von der großen Beteiligung aus Wegenstedt. Thomas Lange hatte gemeinsam mit Ina Köhn, Marcel Hoppe, Matthias Weber und Hartmut Sonnenschein – also mit Mitgliedern, die im Calvörder Gemeinderat aktiv sind – auf diesen Tag hingearbeitet“, erklärte Jörg Lauenroth-Mago (Bündnis90/DieGrünen) aus Rätzlingen, Sprecher der Bürgerinitiative (BI).

„Wer aus Etingen mit der Bahn nach Magdeburg oder Wolfsburg fahren will, startet in der Regel mit dem Fahrrad in Richtung Wegenstedt“, weiß Ortschef Alex. „Einige meiner Mitbewohner und auch ich – wir fahren oft mit dem Fahrrad. Mindestens ein Mal in der Woche radele ich von Etingen nach Wegenstedt und zurück“, berichtete Heiko Löwe vom Etinger „Mariannenhof“, einem Wohnheim für Menschen mit geistiger Behinderung. Löwe beteiligte sich zum ersten Mal an der Fahrraddemo. Die Hoffnung, dass es für diesen Teilabschnitt einmal einen ordentlichen Radweg geben könnte, war seine Motivation. Ein Auto habe er nicht, ein sicherer Radweg entlang der L 24 sei Voraussetzung für Mobilität und Lebensqualität.

Alex zeigte sich hoch erfreut, dass die BI für einen straßenbegleitenden Radweg auch diesmal die Straße Richtung Wegenstedt ausgewählt hat. „Wir brauchen einen Radweg entlang der gesamten L 24, sie ist die zentrale Landstraße im Landkreis Börde und ist quasi die Verbindungsstrecke zwischen den beiden Altkreisen Ohrekreis und dem alten Bördekreis. Um die Menschen mitzunehmen, ist dieser Radweg nötig“, betonte Etingens Ortschef.

Radler fordern zügige Planung

„Die starke Beteiligung aus Wegenstedt ist ein Zeichen, dass sich auch Leute über das Stadtgebiet Oebisfelde-Weferlingen hinaus aktiv für unser Vorhaben einsetzen“, betonte Lauenroth-Mago. Brigitte Dobbelmann, Sprecherin der BI, forderte die zügige Realisierung der beiden Teilabschnitte zwischen Rätzlingen und Kathendorf sowie zwischen Etingen und Wegenstedt. „Die politischen Gremien haben sich dafür ausgesprochen, nun muss die Planung schnell voranschreiten, damit die Bauarbeiten endlich beginnen können“, so Brigitte Dobbelmann. Danach setzten sich die „Pedalritter“, darunter auch wieder viele Kinder und Jugendliche, in Richtung Wegenstedt in Bewegung.

Vor dem Dorfgemeinschaftshaus wartete bereits Hartmut Sonnenschein, Vorsitzender des Bürger- und Heimatverein Wegenstedt, auf die Fahrradgruppe. Er sprach allen Beteiligten seine Hochachtung für das fünfjährige Durchhaltevermögen aus. Auch im Gemeinderat Calvörde sei der straßenbegleitende Radweg Thema.

Sonnenschein versicherte, dass auch er aktiv darauf hinwirken wird, dass die notwendigen Schritte auch im Wegenstedter Bereich zügig realisiert werden können.

Nachdem das Plakat „Straßenbegleitender Radweg entlang der L 24“ am Zaun gut sichtbar angebracht wurde, gab es die ersehnten kühlen Getränke und Grillwürste. Die Wegenstedterin Birgit Schachtschneider war mit ihrer „Tankstelle“ vor Ort.

Termin für die nächste Demo steht

„Wir werden uns auf den Abschnitt Etingen, Kathendorf, Rätzlingen, Bösdorf bis nach Oebisfelde konzentrieren, aber die heutige Demo zeigt, dass der Radweg auch in den anderen Orten eine große Bedeutung hat“, so Jörg Lauenroth-Mago. Die Kommunen, der Landkreis und das Land Sachsen-Anhalt seien nun gefordert. „Der straßenbegleitende Radweg ist ein wichtiger Beitrag für sicheres Fahrradfahren und nachhaltige, umweltschonende Mobilität. Hier darf nichts auf die lange Bank geschoben werden“, betonte der Sprecher der BI.

Die nächste Raddemo findet am Freitag, 27. September, statt. Start ist um 18 Uhr auf dem Parkplatz der „Goldenen Gans“ in Rätzlingen. Ziel ist das Rathaus in Oebisfelde.