Haldensleben l In schweren Schutzanzügen kämpfen sich die Kameraden voran. Auf dem Gelände vor ihnen ist ein Gefahrguttransporter verunglückt. Der verletzte Fahrer ist bereits geborgen. Doch die einzelnen Gefahrgutbehälter sind leck geschlagen. Ihr Inhalt muss abgepumpt werden.

Mit Vorführungen wie dieser haben die Einsatzkräfte der Haldensleber Feuerwehr demonstriert, welchen Herausforderungen sie bei ihrer Arbeit begegnen. „Wir löschen nicht nur klassische Hausbrände oder beseitigen Ölspuren“, informierte Gruppenführer Stephan Roth. Er übernahm auch die fachkundige Kommentierung der Vorführungen. Außerdem gehörte er zum Organisationsteam der Veranstaltung. Auch von den Gefahren, die ein Fettbrand mit sich bringt, konnte sich das Publikum live überzeugen.

Neue und historische Fahrzeuge

Doch das Programm zum Tag der offenen Tür war noch viel breiter aufgestellt. Rings um das Gerätehaus waren aktuelle und historische Einsatzfahrzeuge postiert. Dazu gehörten, wie Bernd Sollors vom Feuerwehrverein ausführte, vier Pferdespritzen, sieben motorisierte Fahrzeuge vom Wartburg bis zum Barkas B 1000, aktuelle Mannschaftstransport- sowie Einsatzleitwagen, diverse Tanklöschfahrzeuge, der Gerätewagen Logistik, ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug und die Drehleiter. Das Deutsche Rote Kreuz war vor Ort - genauso wie die Werkfeuerwehr von K+S Kali in Zielitz mit einem Hubretter. Mit dessen Hilfe konnten die Besucher luftige Höhen erklimmen.

Bilder

Auf kleine Gäste warteten eine Hüpfburg sowie ein Malwettbewerb. „Außerdem haben wir einen Stand zum Büchsenspritzen aufgebaut. Im Rauchhaus erklärt die Jugendfeuerwehr, wie Rauchmelder funktionieren“, berichtete Stephan Roth.

Modenschau mit Uniformen

Bei einer Modenschau wurden Feuerwehruniformen im Wandel der Zeit vorgestellt. Rundfahrten mit Einsatzfahrzeugen waren möglich. Eine Tanzgruppe der Begegnungsstätte für Jugendliche Kids & Co. sorgte für Kurzweil, DJ Kay Bee übernahm die musikalische Umrahmung. Sogar die Briefmarkenfreunde von Haldensleben und Umgebung hatten eine thematisch passende Ausstellung vorbereitet und beteiligten sich so am Programm. Verschiedene Dokumente und Zeitungsartikel entführten in die Geschichte der Haldensleber Wehr.

„Viele freiwillige Helfer sorgen dafür, dass alles rund läuft. Dazu gehören aktive und passive Kameraden, Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung sowie des Vereins“, erläuterte Stephan Roth.

Den Tag der offenen Tür gibt es alle zwei Jahre. „Mit dieser Veranstaltung möchten wir zum einen über unsere Arbeit informieren. Auf der anderen Seite würden wir uns freuen, wenn wir auf diese Weise neue Mitglieder für die Feuerwehr gewinnen können“, verriet Stephan Roth. Der Zuspruch seitens der Besucher konnte sich auf jeden Fall sehen lassen. Auch Roths Fazit fiel zufrieden aus: „Eine rundum gelungene Sache“, urteilte der Feuerwehrmann.