Bösdorf l Ein Familienfest der besonderen Art hat es auf dem Sportplatz in Bösdorf gegeben. Die kleinen und großen Fußballer sind nicht nur dem runden Leder nachgejagt, sondern sie haben bei einem Arbeitseinsatz bei der Verschönerung der Kinderspielecke kräftig mit angepackt.

„Jahrelang haben wir in einem Sparschwein, in der Form eines Fußballes, kleine Spenden für die Kinder gesammelt. Nun war es soweit, das Sparschwein musste geschlachtet werden“, erklärte Christel Striewski, die als Mitglied der Bösdorfer Sportgemeinschaft (SG) das Familienfest organisiert hatte. „Bei den Vorbereitungen haben mich meine Männer, mein Gatte Jürgen sowie meine Söhne Lars und Marc unterstützt“, betonte die Sportbegeisterte.

Die 466 Euro aus der Spardose sind zur Verschönerung der Spielecke, gleich neben dem Fußballfeld, gedacht. „Wenn die Kinder sich wohlfühlen, haben die Eltern auch viel mehr Spaß am Geschehen auf dem Sportplatz“, weiß die Bösdorferin.

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Mit Farbe und Pinsel zeigten die Kinder vollen Einsatz. Die Mädchen und Jungen bemalten drei große Traktorenreifen, die als Sandkasten dienen, kunterbunt. Die Reifen wurden mit frischem Kies gefüllt. Damit später die Tiere die Sandkästen nicht als Toilette benutzen, wurden Abdeckungen besorgt. Einige Väter machten sich daran, die Latten der Abdeckungen zu streichen.

Nach getaner Arbeit gab es für die Kinder einige Überraschungen. Vom Geld wurden Spielsachen – natürlich Sportgeräte – gekauft, die gleich getestet wurden. Die Mütter hatten für die kleinen und großen Gäste Kuchen gebacken, Häppchen serviert und frisches Obst in Stücke geschnitten. Es gab Süßes und Eis für die kleinen Helfer zur Belohnung.

Mehr als 100 Mitglieder hat die Sportgemeinschaft, die es schon seit 1908 gibt. Aber das hohe Alter ist den Bösdorfer Sportlern und ihren Vereinsfreunden, die auch in benachbarten Orten wohnen, nicht anzumerken. Der Fokus der SG liegt beim Fußball und beim Tischtennis.

Christel Striewski bedankte sich bei allen Helfern des Einsatzes und erklärte: „Wir hoffen natürlich, dass einige Kinder später auch unsere Sportgemeinschaft stärken.“