Feuerwehr

Feuerwehr in Döhren kann jetzt wieder üben

Mit neuer Ausrüstung und viel frischem Elan haben die Döhrener Feuerwehrleute ihren Übungsbetrieb wieder aufgenommen.

Von Marita Bullmann
Mit zwei Trupps bekämpften die Kameraden in Döhren bei der Ausbildung einen simulierten Brand.
Mit zwei Trupps bekämpften die Kameraden in Döhren bei der Ausbildung einen simulierten Brand. Foto: Marita Bullmann

Döhren - „Wir haben zwei Hohlstrahlrohre bekommen“, erklärte Wehrleiter Ronny Matschke den Schwerpunkt der sonntäglichen Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehr Döhren. Die Männer sind froh, dass sie endlich wieder gemeinsam üben können, noch dazu mit teilweise neuer Ausrüstung. Mit den neuen Strahlrohren können sowohl Brände in Innenräumen als auch Flächenbrände besser bekämpft werden, denn damit kann die Wassermenge besser dosiert werden, sagte der Wehrleiter. Die Kameraden können sich für Sprühstrahl oder Vollstrahl entscheiden.

Die Freiwillige Feuerwehr Döhren ist bislang dafür ausgerüstet, lange Schlauchstrecken zu legen. Das hat sich beispielsweise beim Wohnhausbrand in der Silvesternacht 2019/20 bewährt, als Wasser aus der Aller über eine lange Strecke gepumpt werden musste. Einmal im Monat treffen sich die Wehrleute zur Ausbildung, damit im Ernstfall alles klappt.

Wasser haben die Kameraden bei ihrer Ausbildung aus dem Vizebrunnen gepumpt, aus dem noch bis Mitte der 1960er Jahre die Anwohner ihr Wasser in Eimern nach Hause geholt haben. Jetzt dient er als Löschwasserbrunnen. Der Wehrleiter hatte die Ausbildung auf seinem Grundstück in der Nähe des Vizebrunnens vorbereitet. Nebel quoll aus einem altem Kraftfahrzeug, das direkt zwischen zwei anderen Fahrzeugen stand, auf die ein Feuer im Ernstfall übergreifen könnte. So schickte der stellvertretende Wehrleiter Karl-Heinz Chmelik, der als Gruppenführer die Ausbildung leitete, zwei Trupps los. Erik Pätz und Christoph Backhaus richteten das Strahlrohr von der einen Seite auf den Brand, Norman Zörner und Nico Greuner rückten von der anderen Seite an.

Zwei neue Aktive verstärken die Feuerwehr

Bei dieser Ausbildung waren auch zwei Neue dabei, allerdings noch mehr als Zuschauer, denn beiden fehlt noch die Grundausbildung. Chris Scherlitz, der vor einem Jahr eingetreten war, hatte 2020 schon einen Lehrgangstermin, doch der wurde wegen Corona wieder abgesagt. Lilla Kiraly ist erst seit Jahresbeginn Feuerwehrmitglied. Beide verfolgten jedoch genauso konzentriert die technischen Erläuterungen von Ronny Matschke wie die alten Hasen.

Die Kameraden bemühen sich sehr intensiv, die Einsatzstärke weiter zu erhöhen. Wenn Döhren neue Einwohner bekommt, werden sie selbstverständlich auch angesprochen, ob sie Interesse an der Wehr haben. Die Strategie ist erfolgreich. Mit 14 Aktiven ist die Döhrener Wehr gut aufgestellt. Und die Wehr kann bei Alarmierungen in der Regel auch ausrücken, was wahrscheinlich auf den großen Anteil von Schichtarbeitern zurückzuführen ist. In diesem Jahr wurden die Kameraden erst einmal alarmiert. Im Nachbardorf Seggerde brannte ein Strommast.