Altenhausen l Wenn die Altenhäuser Kameraden der freiwilligen Feuerwehr einmal im Jahr zum Auftakt des Volksfestes zum Nachtpokal-Löschangriff einladen, dann ist einiges anders als sonst bei Feuerwehrwettkämpfen üblich. Der Start erfolgt nicht nur recht spät, es heißt nicht umsonst Nachtpokal, im zweiten Durchgang neigt sich der Tag dann nämlich schon seinem Ende entgegen, und die Teilnehmerwehren laufen mit altmodischen Laternen die gekuppelte Schlauchlänge entlang. Beim Löschen wird auf Behälter gezielt, die durch Rotlicht anzeigen, dass das Ziel erreicht ist.

Kurios in diesem Jahr: Bis auf die Siegermannschaft aus Emden, die zur Mission Titelverteidigung aus dem Vorjahr angetreten war, schafften unter den acht Mannschaften sieben ihren schnellsten Lauf erst im zweiten Durchgang. Mit Altenhausen und Bregenstedt gab es sogar zwei Teams, die im ersten Durchgang nicht gewertet werden konnten.

Emdener brauchen 55 Sekunden

Die Emdener Brandschützer blieben auch als einzige Mannschaft in diesem Abend unter einer Minute, sprinteten in 55 Sekunden zum Sieg.

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Beinahe schon sensationell landete die bei Löschangriff-Wettkämpfen nicht erfolgsverwöhnte Feuerwehr Uhrsleben mit 1,02 Minuten auf dem zweiten Platz. Normalerweise sind die Uhrsleber eher für ihre Gemächlichkeit und Kameradschaft bei solchen Wettstreiten bekannt. Sie legen mehr Wert darauf, überhaupt dabei zu sein. Dafür setzen sie bei ihren vergleichsweise häufigen Einsätzen auf schnelle Hilfe, und das klappt immer.

Platz 3 teilten sich beim Nachtpokal die Feuerwehren aus Groppendorf und Klinze mit jeweils 1,05 Minuten. Mit Klinze verbindet die Altenhäuser eine langjährige Freundschaft, und die Altenhäuser versuchen auch in jedem Jahr, beim Wettkampf im Alpenländle Klinze dabeizusein.

Gastgeber auf Platz 4

Die Gastgeber aus Altenhausen landeten mit 1,08 Minuten auf dem 4. Platz, gefolgt von Beendorf und Ivenrode. Beide Wehren hatten 1,21 Minuten vorgelegt. Nur knapp dahinter kam Bregenstedt mit 1,24 Minuten auf Platz 6.

Die Beendorfer hatten noch vor Ort mit einer riesigen Startskizze an ihrem Auto letzte Absprachen getroffen, weil sie nicht so oft gemeinsam trainieren können. Sie hatten sich den Start beim Nachtpokal aber trotzdem fest vorgenommen und waren nach Altenhausen gefahren.

Jugend ist besonders fix

An diesem Abend gab es dann aber doch noch ein Team, das schneller als die Emdener vorwärtsstürmte: die Altenhäuser Jugend, die außer Konkurrenz mit etwas veränderten Wettbewerbsbedingungen angetreten war, schaffte im ersten Durchgang 39,99 Sekunden. Und auch im zweiten Lauf blieben sie mit 50 Sekunden unter der Minutenmarke.

Der Altenhäuser Wehrleiter Nico Leifholz bedankte sich bei allen Teilnehmern für ihr Kommen und sprach allen Helfern, dem Versorgungsteam und Zuschauern, die am Rand der Wettkampfbahn die Daumen gedrückt und die Mannschaften angefeuert hatten, seinen Dank aus.