Wedringen l Ein Jahr und vier Monate später als geplant sind die Wedringer Kameraden in das neue Feuerwehrgerätehaus umgezogen. Erhebliche Verzögerungen im Bau und aufgedeckte Baumängel sorgten für die lange Wartezeit. Trotzdem überwiegt jetzt die Freude, wie Ortswehrleiter Torsten Matusek berichtet.

„Das neue Gebäude ist viel größer und innen komplett neu“, berichtet er. In dem alten Domizil, das nur wenige hundert Meter entfernt liegt, reichte der Platz für Ausrüstung und Kleidung der Kameraden kaum aus. Das neue Gebäude hält einen Schulungsraum, Umkleiden, Waschräume, eine Teeküche sowie eine Fahrzeughalle für die Einsatzkräfte bereit.

Fassade und Dämmung sind feucht geworden

Dabei gibt es einen Haken, denn der Feuerwehr-Neubau hat weiterhin Baumängel. Diese sind erheblich, die Fassade und die Dämmung sind feucht geworden – und zwar von innen und außen. An der Rückseite des Neubaus macht sich das an Rissen deutlich, im Innenraum durch Flecken an der Wand.

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Das Problem: Zwei Firmen sind an den Bauarbeiten, die die Mängel hervorgerufen haben, beteiligt und schieben sich gegenseitig die Schuld zu. Damit musste der Baupfusch gerichtlich geklärt werden. Ein Beweissicherungsverfahren läuft laut Stadtpressesprecher Lutz Zimmermann derzeit noch. Wie lange das dauert, ist allerdings unklar. Im schlimmsten Fall muss die Fassade wieder abgerissen werden.

Nach Prüfung hat die Stadtverwaltung die Kameraden nach der langen Wartezeit nun trotzdem einziehen lassen, da die Baumängel im Außenbereich die Kameraden nicht gefährden oder den Ablauf stören. Zehn Kameraden packten beim Umzug mit an. Nach vier Stunden waren alle Kartons und Gerätschaften in den Neubau in der Straße Zum Kanal umgezogen. „Das Gebäude ist noch nicht ganz fertig, aber trotzdem überwog bei den meisten Kameraden die Freude“, so Torsten Matusek.

Zwei neue Fahrzeuge für die Ortswehr

Insgesamt hat der Feuerwehrneubau mitsamt Außenanlagen 770 000 Euro gekostet. Die Kosten trägt die Stadt. Nun hoffen die Kameraden noch auf neue Technik. Auf der Wunschliste stehen ein Feuerwehrfahrzeug sowie eine Drehleiter. Beide Fahrzeuge sind laut Stadtverwaltung Im Haushalt für das Jahr 2021 eingeplant.