Flechtingen l Melanie Bode konnte ihr Glück kaum fassen: „Ich hatte heute wirklich einen Schutzengel." Sie war am Mittwochabend mit ihrem Pkw auf der Landstraße 43 von Behnsdorf nach Flechtingen unterwegs, als sie plötzlich einen großen Baum auf der Straße liegen sah. Es gelang ihr noch, rechtzeitig zu bremsen. „Dennoch war es ersteinmal ein riesen Schock, denn ich bin etwa zehn Minuten vorher aus der anderen Richtung gekommen. Es muß unmittelbar danach passiert sein. Mir ist jetzt ganz mulmig, denn hier sind ja überall Bäume", so die junge Frau.

Der Sturm hatte eine Eiche entwurzelt. Der Baum knallte auf die viel befahrene L43, die mitten durch ein Waldgebiet führt. Die Flechtinger Feuerwehr rückte mit Kettensägen an und räumte die Fahrbahn frei. „Auch für die Einsatzkräfte sind solche Situationen gefährlich", so Einsatzleiter Olf vom Schloß von der Flechtinger Feuerwehr - „denn es besteht die Möglichkeit, dass noch weitere Bäume umstürzen.

Außerdem steht das Holz unter Spannung, auf Druck- und Zugbelastung. Aber unsere Kameraden sind auch hierfür gut ausgebildet und haben die notwendigen Motorkettensägen-Führerscheine." Aufgrund des Feuerwehreinsatzes wurde die Straße voll gesperrt und zahlreiche Autofahrer mussten sich etwa 60 Minuten gedulden. Genug Zeit um mit Blick auf die schwankenden Bäume etwas nachdenklich zu werden: „Man ist eigentlich sehr unvorsichtig und fährt trotz Sturm die erlaubten 100 Kilometer pro Stunde. Darüber denkt man jetzt nach. Zum Beispiel, dass man schwer verletzt werden könnte", so ein Autofahrer.

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