Haldensleben l Anfang des Jahres hatte der Verein KulturHeimat eine Kooperation mit dem Offenen Kanal Stendal für ein Jugendprojekt geschlossen, das von der Postlotterie gefördert wurde. Ziel des Projekts war ein Film, für den Jugendliche Zeitzeugen befragen wollten.

Angeregt dazu hatten die Althaldensleber Ortschronisten aus dem Verein KulturHeimat, erzählte der stellvertretende Vereinsvorsitzende Michael Reiser. So sei die Jugendgruppe entstanden, in der vier Gymnasiasten Haldensleber interviewt und die Aussagen im Film festgehalten haben. Eine zweite Jugendgruppe sei an der Pestalozzischule entstanden. Mit Förderung von der Aktion Mensch werden die Schüler der zweiten Gruppe jetzt in Haldensleben ein Fotoprojekt starten.

Rohschnitt des Films

Was die erste Gruppe bereits geleistet hat, konnten die Vereinsmitglieder schon betrachten. Fachfrau Franziska Bredow, die die Filmgruppe betreut, zeigte mit Kiernann Deheus aus der 11. Klasse des Professor-Friedrich-Förster-Gymnasiums einen Rohschnitt des Films. An den Interviews waren auch Tabea Anna Grotjohann, Fabian Werner und Julian Bläsing beteiligt.

„Auf den Spuren der Zeit - Zeitzeugen erzählen über ihr Leben in Haldensleben“ heißt der Film. Haldensleber verschiedener Generationen erinnern sich darin an ihre Kindheit und Jugend in ihrer Heimatstadt. Und der älteste Befragte ist Rudolf Blankenburg, geboren 1937, von den Althaldensleber Ortschronisten. Auch Hannelore Deumeland, Jürgen Starr und Ursula Fricke blicken auf ihre ersten Lebensjahrzehnte in Haldensleben zurück.

Aufruf nach Unterstützung

Die Rohfassung des Films zeigt lediglich die Befragten. Die Filmemacher möchten aber die Erzählungen gern noch mit Filmmaterial oder alten Fotos ergänzen und bitten daher um Unterstützung. Wer noch kleine private Filme oder Fotos zur Verfügung stellen kann, wird gebeten, sich an Michael Reiser, Tel. 03904/43767, zu wenden. Gefragt sind Erinnerungen an das Leben in Haldensleben aus den zurückliegenden acht Jahrzehnten.

Die jungen Filmer hoffen, dass sie noch Material erhalten werden, um ihr Zeitzeugenprojekt noch interessanter machen zu können. Der fertiggestellte Film soll im ersten Quartal des nächsten Jahres öffentlich gezeigt werden.