Flechtingen l Ein durchwachsenes, aber dennoch überwiegend positives Fazit können die Veranstalter des 1. Flechtinger Lake Food Festivals ziehen. Das Auf und Ab der Gefühle begann mit dem wechselhaften, nahezu unvorhersehbaren Wetter, das mitten in bester Festlaune in der einen Minute noch blauen Himmel und Sonne und in der nächsten Minute bedrohliche dunkle Wolken, einen kräftigen Regenschauer, gar Blitz und Donner bescherte.

Die Musiker und Techniker von E-motion, der Schülerband aus Haldensleben, hatten große Mühe, ihre Technik im Anschluss wieder in Gange zu bringen. Doch Musiker und Sänger um Ottmar Schmicker gaben ihr Bestes, begeisterten mit deutschen Balladen und internationalen Hits ihr Publikum am südlichen Ende der Partymeile oberhalb der Seepromenade.

Kurhaus bietet Unterschlupf bei Regen

Es dauerte nach dem Regenschauer gar nicht lange, da waren die ersten Festgäste schon wieder auf der Straße. Viele hatten in letzter Minute Unterschlupf im Kurhaus gefunden, das bei dem Regen kurzfristig geöffnet worden war.

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Ein Stand hatte - wetter- und feuchtebedingt - kurzfristig mit Stromausfall zu kämpfen, doch dann konnte es auch hier weitergehen. Zwischenzeitlich waren für die bestellten Burger Nummern verteilt worden. Darum dauerte es etwas länger. Das Warten konnte mit Gesprächen überbrückt werden.

Format lockte Gäste von außerhalb

Flechtingens Bürgermeister Tim Krümmling gefiel die Atmosphäre am Flechtinger See beim Lake Food Festival ganz besonders. Die Stimmung sei sehr gut gewesen, freute er sich. Viele Flechtinger und Gäste aus der Umgebung hatten sich vom neuen Veranstaltungsformat locken lassen. Bei Gesprächen an dem Abend stellte der Bürgermeister fest, dass sogar Gäste aus anderen Bundesländern auf dieses Angebot aufmerksam geworden und in den Luftkurort gekommen waren. Die knappen Parkplätze rings um das Festivalgelände zeugten ebenfalls von diesem Trend.

„Es war schade, dass mehrere Gastronomen kurzfristig abgesagt haben, die Genussmeile konnte sich trotzdem sehen lassen“, sagte Tim Krümmling. Denn es habe Street Food für verschiedene Geschmacksrichtungen gegeben. Ins Auge sei den Gästen vor allem die Lok vom Irish Pub gefallen.

Essen reichte nicht bis zum Abend

Aber bei den erfreulicherweise hohen Besucherzahlen haben die lukullischen Angebote am Ende nicht für alle Gäste gereicht, bedauerte der Bürgermeister. Insbesondere die „späten“ Gäste hatten keine große Auswahl mehr für ihren Hunger. Das bedauerten viele sehr. Wo es noch vorwärts ging wie bei Sascha Oldenburg aus Haldensleben, der noch Schmorwürste vom Grill anbieten konnte, bei der thailändischen Küche aus Bülstringen oder bei den holländischen Poffertjes, da bildeten sich lange Warteschlangen.

Doch angesichts der tollen Lichteffekte und der schönen Seeatmosphäre nahmen es die meisten Besucher gelassen, genossen die Musik und die ansprechend rot-grün-blau arrangierte Beleuchtung.

Diebstahl von Strahlern als Wermutstropfen

Das abschließende minutenlange Feuerwerk über der Seepromenade konnte sich sehen lassen. Da hatten die Pyrotechniker von den Feuerwerksspezialisten aus Gardelegen ganze Arbeit geleistet und mit Formen, Farben sowie temporeichen Sequenzen viele Ah- und Oh-Rufe eingeheimst, und das alles als Sponsoren. Etliche Besucher meinten, so ein tolles Feuerwerk hätten sie noch nicht gesehen.

„Schade finde ich, dass die ehrenamtlichen Lichtkünstler am Ende des Abends feststellen mussten, dass drei ihrer Strahler gestohlen worden waren“, sagte das Gemeindeoberhaupt Tim Krümmling. Das sei einfach gegenüber den Veranstaltern und Helfern unfair.