Nordgermersleben l Zunehmender Beliebtheit erfreut sich das alljährliche Frauenfrühstück, das die evangelische Kirchengemeinde Nordgermersleben gemeinsam mit den Landfrauen „Holli-Holler“ veranstaltet. Schon 2018 war der Raum im Nordgermersleber Pfarrhaus fast aus allen Nähten geplatzt, doch 2019 erwies sich der Umzug in den Saal des „Kronprinzen“ als die richtige Wahl.

„Es sind so viele Frauen aus so vielen unterschiedlichen Orten“, schwärmte Steffi Trittel im Namen der Landfrauen. Die Landfrauen hatten sich zum wiederholten Mal um die Lebensmittel für das Frühstück gekümmert. „Ich bedauere nur ein bisschen, dass auf den Tischen die schönen Sammeltassen aus dem Pfarrhaus fehlen“, so Steffi Trittel, die dafür ein Lächeln erntete.

Ein Lächeln auch von Pfarrerin Helgard Steinacker, die die Veranstaltung in gewohnter Weise mit einer kleinen Andacht begann. „Hier ist es vielleicht nicht so kuschelig wie im Pfarrhaus, aber im ‚Kronprinzen‘ ist es auch schön“, unterstrich sie. Um ihre Dankbarkeit zu zeigen, stimmten alle traditionell das Lied „Danke für diesen guten Morgen“ an. Dankbar zeigte sich Helgard Steinacker passend zur Jahreslosung „Suche Frieden und jage ihm nach“ für den Frieden. Sie mahnte aber ebenso, dass nicht überall Frieden ist und der Frieden auch immer wieder in Gefahr ist. Dass der Frieden aber schon lange ein Thema ist, beweist die Geschichte in der Bibel. Auch hier kommt eine Friedenstaube vor, die mit einem Ölzweig im Schnabel zurückkehrt.

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„Der Ölzweig steht für frisches Grün, das zeigt, ein Neuanfang ist möglich“, erklärte die Pfarrerin und fand so eine passende Überleitung zum Vortrag, der diesmal das Frauenfrühstück begleitete.

Christa Ringkamp von der Gartenakademie Sachsen-Anhalt nahm die Frauen entsprechend des Titels ihres Vortrages, „Garten gestern und morgen – der Ort der Vielfalt, Experimente und Wissensvermittlung“, gern mit auf eine Zeitreise. Schon in der Bibel wurde eine Vielfalt der Pflanzen dargestellt. „Und der Pfarrgarten war auch immer ein Ort des Lernens“, machte Christa Ringkamp deutlich, die dann ihre Reise fortführte über die kaiserlichen und königlichen Gärten, die gärtnerischen Bildungsprojekte des Fürsten Franz von Anhalt bis hin zur „Natur im Garten“, die heute von der Gartenakademie Sachsen-Anhalt mitgetragen wird. Ebenso hat sich das Projekt „Auf dem Weg zum Gartensommer 2020“ in der Hohen Börde mittlerweile etabliert. Aber Christa Ringkamp machte auch neugierig auf die Zukunft: Viele neue Projekte rund um den Garten vor der eigenen Haustür sind in Vorbereitung.