Grauingen l „Eigentlich sah die Planung im Februar noch nicht nach einem Frauenfrühstück aus, denn schwindende Kräfte und Terminprobleme standen an. Aber auf einmal kamen vier rettende Engel zur Unterstützung. So gelang es auch in diesem Jahr, mit euch allen zu frühstücken“, verkündete Claudia Klumpe von der evangelischen Frauengruppe bei der Begrüßung im Grauinger Saal. Tosenden Beifall gab es von den 160 Frauen für das Engagement der Initiatorinnen. Claudia Klumpe, die als Moderatorin durch das Programm führte, ergänzte: „Ich bedanke mich für die Treue der Alten und für den Mut der jungen Engel.“

Mit dem Lied „Jetzt fängt das schöne Frühjahr an“ starteten die Frauen und ihre Gäste singend und in Begleitung von Marie Mechau, die auf dem Keyboard spielte, die Veranstaltung.

Ein einziger Mann dabei

Bevor die reichlich gedeckte Frühstückstafel gestürmt wurde, stellte Claudia Klumpe den einzigen Mann im Saal vor. „Zeige dich mal!“, rief sie und lockte Matthias Lauenroth, der hinter dem Vorhang die Tontechnik bediente, hervor. „Dieser junge Mann hat uns noch nie im Stich gelassen. Solche Männer sind selten. Er sorgt dafür, dass wir Frauen lautstark zu hören sind“, sagte die Moderatorin schmunzelnd. Sie erklärte, dass der zweite junge Mann, Sven Sander aus Süplingen, in diesem Jahr nicht anwesend ist, weil er im Familienkreis bei einer Taufe die Orgel spielt und deshalb alle herzlich grüßen lässt.

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Die Damen bedienten sich am Büfett mit herzhaften und süßen Köstlichkeiten, die die Frauen liebevoll zubereitet hatten. „Sonst haben wir immer das Frühstück in Flechtingen durchgeführt, aber das war terminlich nicht möglich. Egal – wir sind jetzt in Grauingen. Hier ist es sehr schön, nur ein bisschen enger“, beschrieb Claudia Klumpe. Dies konnte auch Regina Körtge bestätigen. Die Wegenstedterin schwärmte: „Das Frauenfrühstück ist in jedem Jahr so schön. Da wollte ich unbedingt wieder dabei sein.“

Aus der Jahreslosung „Suche den Frieden und jage ihm nach“ entstand das Motto „Um des lieben Friedens wegen“. Annette Kolbig aus Burg hatte sich zum Thema Gedanken gemacht. „Es ist natürlich verführerisch, immer zu sagen: ,Ich stecke zurück, weil ich möchte, dass es harmonisch und friedlich bleibt.‘ Aber ist das immer der richtige Weg? Mut zur Wahrheit beinhaltet manchmal auch, dass man den Kampf nicht scheut und für seine Interessen eintritt“, betonte Annette Kolbig.

Plattdeutsch und Musik

Wichtig sei – ihrer Ansicht nach – bei Auseinandersetzungen, dem anderen die Würde zu lassen. „In dem Moment, in dem ich auf mein Recht bestehe, kann es durchaus sein, dass ich innerlich als Verlierer übrig bleibe“, so die Referentin.

Auf Plattdeutsch erzählte Ilse Poggensee eine Geschichte. Einen Sketch gab es über Omas Geburtstag, bei der die Enkelin in Sachen schlüpfen sollte, die der Großmutter gefallen. Auf ihren Akkordeons spielten Katharina, Elisabeth, Karolina und Victoria Muszynski.

Ein besonderes Dankeschön ging an die jungen Engel Anne Klumpe, Sarah Gehe, Michelle Mönnekes und Marie Mechau. „Es ist immer ein ganz schön großer Kraftaufwand, denn es geht uns nicht nur um das Essen, sondern um das Inhaltliche, wie Lieder, Gedichte und Geschichten zu Thema“, erklärte Claudia Klumpe, die sichtlich erleichtert war, dass alles wie am Schnürchen lief.