Wedringen l Für die Wedringer Kameraden ist es eine gute Nachricht: Sie dürfen nach erheblichen Verzögerungen bis Ende Januar in das neue Gebäude in der Straße Am Kanal einziehen. Die schlechte Nachricht: Der Neubau ist immer noch nicht fertig, da Baumängel bis heute nicht beseitigt wurden.

Rückblick: Ende 2018 begannen die Arbeiten an dem Neubau, der nur wenige hundert Meter vom alten Domizil entfernt ist und aufgrund von Platzknappheit dringend nötig war. Als der Neubau steht, fallen verdeckte Mängel auf. Diese sind erheblich, die Fassade und die Dämmung sind feucht geworden – und zwar von innen und außen. An der Rückseite des Neubaus macht sich das an Rissen deutlich, im Innenraum durch Flecken an der Wand.

Das Problem: Zwei Firmen sind an den Bauarbeiten, die die Mängel hervorgerufen haben, beteiligt und schieben sich gegenseitig die Schuld zu. Damit musste der Baupfusch gerichtlich geklärt werden. Ein Beweissicherungsverfahren läuft derzeit noch. Wie lange das dauert, ist allerdings unklar. Im schlimmsten Fall muss die Fassade wieder abgerissen werden.

Mangel steht Nutzung nicht im Weg

Seither hieß es aus der Stadtverwaltung, die Baumängel würden das Gebäude unbenutzbar machen. Theoretisch würde die mangelhafte Fassade die Wedringer bei ihren Trainingseinheiten und Einsätzen nicht stören, wie die Kameraden verlauten ließen. Doch beim Abriss einer Fassade wäre ein Gerüst eine potenzielle Unfallquelle. Nach eingehender Prüfung sollen die Kameraden aber nun doch einziehen. „Die noch notwendige Mängelbeseitigung steht einer Nutzung nicht entgegen“, sagt Stadtpressesprecher Lutz Zimmermann auf Volksstimme-Nachfrage. Der genaue Termin stehe aber noch nicht fest.

Ursprünglich sollte die Feuerwehr im September 2019 umziehen – passend zum 90. Geburtstag der Ortswehr. Inzwischen warten die 17 aktiven Kameraden und 13 kleinen Kameraden seit 16 Monaten auf ihren Umzug.