Haldensleben l Die Päckchen konnten bis zum Freitag bei Margit Preuß im Café Senfkorn abgegeben werden. „Unsere Erwartungen wurden übertroffen“, freut sich Margit Preuß am Freitagabend, als sie mit vielen Helfern die Päckchen für die Abholung vorbereitet. „Ein herzliches Dankeschön an alle Helfer und an alle, die so fleißig Päckchen gepackt haben,“ ergänzt die CVJM-Mitarbeiterin. Alle Päckchen müssen kontrolliert werden, damit sie nicht gegen Zollbestimmungen verstoßen. Dann werden sie zugeklebt und in die großen Kartons sortiert. Gepackt werden extra Kartons für Mädchen und für Jungen, und auch nach dem Alter wird nochmal getrennt.

Die Spender haben ihre liebevoll gepackten Schuhkartons gleich mit den entsprechenden Aufklebern versehen. Die Mitglieder des CVJM, die am Freitagabend stundenlang meist mit der ganzen Familie im Einsatz waren, sind glücklich, dass so viele Päckchen abgegeben wurden. Schließlich wird auch für die Flüchtlinge, die in Deutschland Hilfe suchen, und andere Aktionen vielerorts gesammelt. Zwar sind weniger Schuhkartons als in den Vorjahren abgegeben worden, dennoch ist es immer noch ein stattliches Ergebnis.

Mit Kuchenbasar Spenden ermöglicht

Emma Hille, Gesine Brohme und Eva Grotjohann, die mit ihren Eltern schon beim Sortieren mithelfen, entdecken in dem Riesenberg auch Päckchen, die sie mit Mitschülern im Haldensleber Professor-Friedrich-Förster-Gymnasium gepackt haben. Die Fünftklässlerinnen hatten Flyer mit in die Schule genommen. „Herr Salzmann hat dann im Religionsunterricht mit allen darüber gesprochen“, erzählt Emma. So entstand eine Idee. Die Fünftklässler organisierten einen Kuchenbasar an der Schule und von dem Geld, das sie dabei einnahmen, durften sie selbst einkaufen und packen. Auch für den Transport wurde noch Geld gespendet.

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„Unsere Kinder wachsen in die Aktion mit rein“, sagt Ulrike Hille. Die Mutter von Emma steht mit anderen Frauen an einem der Tische und sieht sich die Päckchen an. Matthias Hille, Emmas Vater, greift sich einen zusammengefalteten Riesenkarton nach dem anderen, klappt ihn auf, schreibt die Nummer der Haldensleber Sammelstelle darauf, faltet und klebt ihn einsatzsicher.

Die Evangelische Sekundarschule und die Grundschule St. Hildegard aus Haldensleben, die Grundschule Flechtingen wie auch die Evangelische Kindertagesstätte St. Marien in Haldensleben beteiligen sich seit Jahren an der Aktion. In Behnsdorf sammelt Pfarrerin Esther Spenn, der Hadmersleber Pfarrer Theo Spielmann sammelt in seinen Kirchgemeinden, der Gemeindepädagoge Benjamin Otto in Loitsche. In Wolmirstedt hat Anke Reidenbach gesammelt. Auch IFA-Mitarbeiter aus Haldensleben haben sich an der Aktion beteiligt und viele andere.

Für Kinder in Osteuropa und der Mongolei

Viele einzelne Päckchen konnte Margit Preuß ebenso in Empfang nehmen. Außerdem gab es einzelne Sachspenden, die in Kartons verpackt wurden, und Geldspenden, denn auch die Unkosten müssen bezahlt werden. Die Geschenke müssen in die entlegensten Orte in Bulgarien, Georgien, in der Mongolei und der Republik Moldau, in Polen, Rumänien, in der Slowkei, in Weißrussland und weiteren Ländern transportiert werden.

Im vergangenen Jahr gingen die 895 Päckchen aus der Region Haldensleben in die Mongolei und nach Weißrussland. Insgesamt 512 209 notleidende Kinder erhielten 2014 Geschenke aus dem deutschsprachigen Raum.

Süßigkeiten, die nicht geschickt werden dürfen wie Gummibärchen oder gefüllte Schokolade, und andere nicht erlaubte Sachen, die deshalb aus den Päckchen herausgenommen werden mussten, bringt der CVJM übrigens zur Tafel des DRK. So freuen sich hier Kinder darüber.