Haldensleben l Wo in der Kreisstadt mehr Platz zum Spielen entstehen soll, darüber ist sich die SPD-Fraktion im Stadtrat einig. Sie stellte auf der jüngsten Sitzung den Antrag, den bestehenden Spielplatz an der Masche zu erweitern – in Richtung Schützenstraße. Dafür soll die mit Bäumen besetzte Fläche genutzt werden. „Der Spielplatz soll Kindern aller Altersgruppen zugänglich sein und dementsprechend mit Spielgeräten ausgestattet sein. Die Bäume sollen erhalten bleiben und mit Sitzgelegenheiten aufgewertet werden“, erklärte SPD-Fraktionsvorsitzender Bernhard Hieber.

Der Fraktion Bürgerbewegung HDL ist das jedoch zu kurz gedacht. „Nur eine Erweiterung des Spielplatzes ist zu wenig“, meinte Stefan Scholz. Er stellt sich einen neuen, generationsübergreifenden Spielplatz vor, den Groß und Klein gemeinsam nutzen können. „Eltern und Großeltern sollen sich beim Spielen mit einbringen können“, wünschte er sich. Außerdem plädierte er für Spielgeräte, die auch die Stadt Haldensleben widerspiegeln – etwa in Form des Reitenden Rolands, des Pulverturms oder Stadtmauer. Auch die Ohre sollte mit berücksichtigt werden – als Wasserspielfläche.

Geeigneten Standort suchen

„Wir würden uns einengen, wenn wir uns nur auf die Masche festlegen“, meinte Birgit Kolbe (Bürgerbewegung HDL). Sie schlug vor, Ideen für die Gestaltung eines neuen Spielplatzes zu sammeln und dementsprechend dann einen geeigneten Standort zu suchen.

Ähnlich sah es Mario Schumacher (CDU). 60000 Euro hatte die Verwaltung bereits für eine Baumaßnahme am Spielplatz Masche in den Haushalt eingestellt. „Wir sollten das Geld im Haushalt belassen, aber weiter Ideen sammeln“, wollte er zumindest finanziell den Grundstein für einen neuen Spielplatz gelegt sehen.

Geld im Haushalt lassen

Dem stimmte auch Bodo Zeymer (Grüne) zu. „Wir sollten das Geld für die Planung im Haushalt belassen. Wenn wir das jetzt zurückstellen, dann haben wir kein Geld, wenn es soweit ist.“ Sein Vorschlag: Die Anträge von SPD und Bürgerbewegung zusammenfassen, um das Geld im Haushalt belassen zu können. Hieber äußerte jedoch Bedenken, dass noch mehr Geld in die Hand genommen werden müsse, wenn sich die Umsetzung der Spielplatzerweiterung nach hinten verschiebt: „Je länger wir warten, umso größer ist meine Befürchtung, dass die Kosten expotenziell steigen werden.“ Grundsätzlich zeigte er sich dem Vorschlag, einen neuen Spielplatz zu planen, nicht abgeneigt.

Letztlich einigten sich die Stadträte jedoch darauf, das Geld für die Planung eines neuen Spielplatzes zu verwenden. Der Standort dafür soll später gesucht werden. Einig waren sich die Stadträte aber auch, die Haldensleber bei der Ideensuche mit einzubeziehen.