Eschenrode l Die Erfolgsgeschichte des Heimat- und Feuerwehrvereins Eschenrode setzt sich fort. Der Verein, der erst vor vier Jahren gegründet wurde, zählt über 50 aktive Mitglieder. Das heißt, dass fast jeder dritte Bewohner der 170-Seelen-Gemeinde zum Verein gehört. Herbert Scheibe, Vorsitzender des Heimat- und Feuerwehrvereins, begrüßte am Sonnabendnachmittag zahlreiche Gäste auf der idyllisch gelegenen Wiese auf dem einstigen Sportplatz zum vierten Sommerfest. „Da in Eschenrode nicht viel los war, hatte ich vor fünf Jahren den Ortsbürgermeister Jürgen Böttcher gefragt, was er von der Idee hält, einen Verein zu gründen. Schon am ersten Abend waren 19 Leute dabei. Wir haben sofort einen Vorstand gegründet“, erinnerte sich Scheibe an die Anfänge.

Dorfleben aktiv mitgestalten

Ziel des Vereins ist es – nach den Ausführungen von Scheibe – das Dorfleben mitzugestalten. Eine der ersten Aufgaben war es, den Platz des ehemaligen Sportplatzes als Festwiese auszustatten. Im vergangenen Jahr präsentierten die Vereinsmitglieder eine hübsche Hütte als Verkaufstheke. „Jetzt ist ein ordentlicher Grillplatz entstanden. Als nächstes wird der Grillplatz mit Muttererde aufgefüllt und begrünt. Hinter den Bäumen wird noch ein Beachvolleyballplatz entstehen“, schilderte Scheibe. Damit wäre auch der Sand für das perfekte Urlaubsgefühl vorhanden. Zum ersten Mal kam auch die neue Musikanlage samt Mikrofon zum Einsatz. Neu gekauft hat der Verein auch ein Trampolin für den Hüpfspaß. An langen Tischen wurde gebastelt und gemalt. Ganz nach den sportlichen Fähigkeiten konnten die kleinen und großen Gäste Fußbälle in die Löcher der Torwand schießen. Außerdem gab es Geschicklichkeit zu beweisen und dabei Holzblöcke einzulochen.

„Es ist der absolute Hammer. Zum Sonntagsfrühstück haben wir bereits 235 vorbestellte Portionen. Im vergangenen Jahr waren es 160 Essen“, blickte Scheibe zurück. Besucher reisten unter anderem aus Haldensleben, Hödingen, Hörsingen an. Der jüngste Gast war der sechs Wochen alte Timo Kolbig aus Weferlingen.

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Zusammenhalt in Eschenrode groß

„Das Besondere an Eschenrode ist die harmonische Gemeinschaft und der Zusammenhalt. Es wird hier beim Fest auch viel für die Kinder gemacht“, sagte Ortschef Jürgen Böttcher (CDU), der auch im Vorstand des Vereins mitwirkt. Außerdem sei – seiner Ansicht nach – der Platz fernab der Hauptstraße ideal. Neu im Programm war das Schießen mit einem Lasergewehr, das die Velsdorfer Schützen ihrem befreundeten Verein für die Wettbewerbe geborgt hatten. Stärken konnten sich die Gäste nicht nur mit Wildschweingulasch, das ein Jäger gesponsert hatte, sondern es gab auch Knoblauchbrot mit Tomaten, Schinken und Zwiebellauch. „Jeder kann in unserem Verein mitmachen. Man muss auch nicht im Ort wohnen. Jeder, der sich mit Eschenrode verbunden fühlt, ist willkommen“, sagte Scheibe. Dank der neuen Musikanlage konnte auch der Discjockey die Tanzfreudigen beschallen. Höhepunkt war eine kleine Lasershow, die die Gäste zum Staunen brachte.

Ob zum Ende der Party – wie in den Diskotheken am Strand von Palma de Mallorca – die Frauen auf den Tischen tanzten, bleibt das Geheimnis der Partygäste, die bis zum Morgengrauen durchhielten.