Haldensleben l Andreas Koch, Matthias Zimmermann, Axel Schünemann und Uwe Berndt sind mit einem symbolischen Scheck zum Kinderschutzbund gekommen. Sie sind Einkäufer, Schichtkoordinator, Meister und Qualitätsbeauftragter bei IFA-Kardan. Die Mitarbeiter dieser Haldensleber Firma haben für den Kinderschutzbund gesammelt und stellen der Organisation 500 Euro zur Verfügung, erläutert Andreas Koch. Mit dieser Spende wollen die Mitarbeiter von IFA-Kardan den Kinderschutzbund bei seinen Aufgaben unterstützen, sie wollen sich aber auch bedanken für die Unterstützung bei einem Hilfsprojekt, das vor etwa einem Jahr in Angriff genommen wurde.

Andreas Koch ist Einkäufer bei IFA-Kardan, einer Tochter von IFA-Rotorion. Bei einer Dienstfahrt nach Rumänien zu einem Zulieferbetrieb fiel ihm ein Kinderheim in der Nähe auf. Er erkundigte sich und stellte bald fest, dass es in diesem Heim an vielem fehlte. 38 behinderte Kinder und Jugendliche im Alter von einem Jahr bis zu 18 Jahren werden hier betreut. Mitarbeiter vom Zulieferbetrieb, aber auch vom Logistikunternehmen, das die hier gefertigten Teile nach Haldensleben bringt, stellten den Kontakt zum Kinderheim her. Und auf die Frage von Andreas Koch, was denn gebraucht werden würde, bekam er bald eine lange Liste. Von Hygieneartikeln über Kleidung, Spielzeug bis zu Pflaster und Windeln wird eigentlich alles benötigt.

So sei die Idee entstanden, den Kindern in dem Heim zu helfen. Die etwa 30 Mitarbeiter der Haldensleber Firma sammelten im Familien- und Bekanntenkreis und wandten sich auch an den Kinderschutzbund mit der Bitte um Hilfe. Die Geschäftsstelle des Kinderschutzbunds Börde in Haldensleben hatte so viel Spenden an Kleidung und Spielzeug, dass die Mitarbeiter und Helfer davon abgeben konnten. So ging der erste Hilfstransport – dank des Logistikunternehmens sogar kostenfrei – auf die Reise nach Rumänien.

Bilder

Fotos und Zeichnungen als Dank

Beim Kinderschutzbund ist inzwischen eine Wand mit Zeichnungen und Fotos aus dem Kinderheim gestaltet, mit denen sich Kinder und Mitarbeiter bedankt haben. „Das ist uns sehr nahe gegangen“, sagt Marlis Schünemann, die Vorsitzende des Kreisverbandes des Kinderschutzbundes.

Arbeiter aus dem rumänischen Zulieferbetrieb haben als Dankeschön einen großen Grill gebaut, der nun bei Festen beim Kinderschutzbund eingesetzt wird. Es blieb selbstverständlich nicht bei einem Hilfstransport. Der jüngste Transport kam vor Weihnachten in Christuru Secuiesc an. Wieder waren Kleidung, Spielzeug und auch Bettwäsche vom Kinderschutzbund dabei. „Wir haben ganz dicke Wintersachen mitgegeben, die hier wohl gar nicht mehr gebraucht werden“, sagt Marlis Schünemann.Sie ist froh, dass der Kinderschutzbund dank zahlreicher Spenden nicht nur den einheimischen und Flüchtlingsfamilien helfen, sondern auch noch anderen Kindern eine Freude machen kann, die Hilfe brauchen. Die Erzieherinnen im Heim haben aus den Spenden individuell Geschenke für die Kinder zusammengestellt, so dass Heiligabend für alle ein besonderer Tag wurde.

Und die Mädchen und Jungen in Rumänien konnten sich sogar Plätzchen aus Haldensleber schmecken lassen. Melanie Kaulisch und Luise Spitzner hatten beim Kinderschutzbund mit den Haldensleber Kindern ganz viel Plätzchen gebacken und davon auch eine große Portion mitgeschickt.