Flechtingen l Eine erfreuliche Bilanz können die beiden Standesbeamtinnen Elke Krischok und Cornelia Laaß von der Verbandsgemeinde Flechtingen für das zu Ende gegangene Jahr vorlegen. Die beiden hatten viel zu tun im vergangenen Jahr, denn 82 Trauungen, davon eine Nachbeurkundung nach einer Hochzeit im Ausland, bedeuten einen absoluten Höchststand. Gegenüber dem Vorjahr 2017 bedeutet das einen Anstieg von 25 Hochzeiten. „Es war für uns ein sehr positives Jahr“, resümierte Elke Krischok nach der Zusammenstellung der Statistik über Eheschließungen im Jahr 2018.

Die Wahl, sich daheim das Ja-Wort zu geben spricht für Bodenständigkeit, denn in 51 Fällen stammten beide Partner aus der Verbandsgemeinde, in drei Fällen immerhin noch einer. Allerdings gibt es auch Paare mit Hochzeitswunsch, wo beide von außerhalb stammten.

Paare reisen aus ganz Deutschland an

In 18 Fällen gaben sie sich vor Elke Krischok und Cornelia Laaß das Ehe-Versprechen. Dass sich Paare aus Berlin, Bochum, Dresden, Erfurt, Hamburg, Rüsselsheim am Main und Ulm dazu entschlossen hatten, in der Ferne zu heiraten, mag am historischen Ambiente von Schloss Altenhausen liegen. 25 Mal sagten Mann und Frau an diesem Ort Ja. Nur im Trauzimmer der Flechtinger Verwaltung waren es mit 31 Zeremonien vergangenes Jahr einige mehr als in Altenhausen. Den Blauen Salon vom Flechtinger Kurhaus bevorzugten sechs Paare. In Erxleben trauten sich 17 Paare, in der Verwaltung in Calvörde zwei.

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Bei 60 Hochzeiten standen beide Partner das erste Mal vor dem Ja-Wort, bei zwölf Paaren war jeweils einer ledig und einer geschieden. Für neun Paare war es nicht das erste Eheversprechen. In einem Fall waren beide Brautleute verwitwet.

Mai bis August am beliebtesten

Die warmen Monate Mai bis August bleiben die beliebtesten Heiratsmonate. Der August (15 Trauungen) verdrängte den Mai (14) und den Juli (12) auf die Plätze. Der Juni (9) liegt knapp vor dem September (8). In der kalten Jahreszeit wird traditionell nicht so gern geheiratet, trotzdem gab es im Dezember noch drei Trauungen, im Februar vier und im März sechs

Im klassischen Trend liegt bei den Frischvermählten die Wahl eines Namens für die Familie. In 67 Fällen wurde der Name des Mannes als gemeinsamer Name gewählt, in sechs Fällen der Name der Frau. Einen Anstieg können die Standesbeamtinnen jedoch beim modernen Trend feststellen, dass Braut und Bräutigam ihren Namen behalten. In neun Fällen entschieden sich die Paare für diese Variante. Fünf verheiratete Frauen führen nun einen Doppelnamen.

Heirat auch mit Kind

49 Paare gaben sich 2018 das Ja-Wort, ohne schon Kinder zu haben. In 18 Fällen erlebte ein Kind, in 15 Fällen zwei Kinder die Hochzeit ihrer Eltern mit.

Im Standesamt der Verbandsgemeinde gibt es aber nicht nur Hochzeiten zu bearbeiten. 136 Mal mussten Sterbefälle beurkundet werden, das sind 33 mehr als noch im Jahr zuvor. Außerdem hatten die Mitarbeiter 48 Kirchenaustritte (20 mehr als 2017) zu bearbeiten sowie 16 Vaterschaftsanerkennungen (11 waren es im Jahr zuvor).