Flechtingen l Trotz coronabedingter Einschränkungen des öffentlichen Lebens und damit zeitweise einhergehender Beschränkungen für private Kontakte und Feiern konnten die beiden Standesbeamtinnen der Verbandsgemeinde Flechtingen, Elke Krischok und Cornelia Laaß, im vergangenen Jahr 67 Paare trauen. Das sind nur drei Trauungen weniger als im Jahr 2019, wo 70 Trauungen vorgenommen werden konnten. Wer sich für den Bund des Lebens entschieden hatte, der wollte das offensichtlich auch durchziehen.

In 46 Fällen kamen beide Partner aus der Verbandsgemeinde, bei einer Hochzeit einer der Partner. Stolze 20 Hochzeitspaare hatten sich für eine Trauung in der Verbandsgemeinde entschieden, obwohl beide Partner außerhalb wohnen. „Die weiteste Anreise hatten Paare aus Bielefeld, Braunschweig und Hannover“, weiß Standesbeamtin Elke Krischok. Das liegt wohl vor allem an der bei Hochzeitspaaren beliebten Traumkulisse, dem Schloss Altenhausen, für eine Hochzeit. Bei der Wahl des Trauzimmers entschieden sich nämlich insgesamt 24 Paare, sich im rustikalen Schlossambiente das Ja-Wort zu geben.

Schlossambiente bleibt Traumkulisse

Trotz Umbauarbeiten bis September 2020 in der Verwaltung in Flechtingen, entschieden sich 19 Paare für das Trauzimmer am Lindenplatz beziehungsweise im Zuge des Baus ganz einfach direkt am Schreibtisch der Standesbeamten. Das schmucke neue Trauzimmer im sanierten Rathausteil am Lindenplatz 11 konnte seit seiner Fertigstellung zwischenzeitlich bereits mit Zeremonien eingeweiht werden.

Im Flechtinger Kurhaus wollten immerhin noch zwölf Paare heiraten. Zehn Paare entschieden sich für das Trauzimmer in der Erxleber Verwaltung im ehemaligen Schloss, das seit 2011 im sanierten Zustand zur Verfügung steht. Das Trauzimmer in Calvörde wurde im vergangenen Jahr von zwei Paaren auserwählt.

50 der hochzeitswilligen Paare gaben sich zum ersten Mal das Ja-Wort, das heißt beide Partner waren ledig. In sieben Fällen war ein Partner ledig und einer bereits geschieden. Dass beide geschieden waren und sich noch einmal trauten, kam im vergangenen Jahr in neun Fällen vor. Bei einem Hochzeitspaar war einer geschieden und einer verwitwet.

Namenswahl zugunsten des Mannes

Klassisch ging es auch im vergangenen Jahr wieder bei der Wahl eines Familiennamens zu. 50 Paare entschieden sich, gemeinsam den Namen des Mannes zu tragen. Neun Männer nahmen den Namen ihrer Partnerin an. In drei Fällen führt die Frau seit der Hochzeit einen Doppelnamen. Acht Paare nutzten die modernere Möglichkeit, dass jeden seinen Namen behalten kann.

Bei den beliebtesten Hochzeitsmonaten bleiben wie schon in den Vorjahren in der Verbandsgemeinde die Sommermonate im Trend.

13 Hochzeiten fanden im Juli statt, neun im August und Oktober, jeweils sechs im Mai und Juni. Mit sieben Trauungen liegt der Februar 2020 erstmals seit der statistischen Erhebung 2011 im Ranking ziemlich weit oben. Vier Paare wählten den März, jeweils fünf Paare den September und Dezember, vier Paare den März, drei Paare den April für den schönsten Tag aus. Im Januar und November blieben die Trauzimmer leer.

Im Standesamt wurden neben den Trauungen im vergangenen Jahr 17 Vaterschaftsanerkennungen und 34 Kirchenaustritte beurkundet. Außerdem registrierten die Mitarbeiter 135 Sterbefälle, 17 mehr als im Vorjahr.

Die Geburten werden in der Verbandsgemeinde Flechtingen nicht erfasst, da die Kreißsäle nicht im Verbreitungsgebiet liegen. Jedoch fand 2020 eine Hausgeburt statt, die entsprechend registriert wurde. Im Jahr davor waren es zwei Hausgeburten.