Haldensleben (vs/jk) l Die in diesem Jahr aus vielfältigen Gründen stark verspätete Jahresschrift der Museen des Landkreises Börde ist noch pünktlich vor dem Weihnachtsfest erschienen. Auf 176 Seiten präsentiert sie einen vielfältigen Überblick über die Regionalgeschichte. Die acht Abhandlungen der verschiedenen Autoren sind zahlreich bebildert und bieten neben Beiträgen zur Regionalgeschichte auch zwei Aufsätze zu naturkundlichen Themen.

Günter Brennenstuhl stellt den „Baum des Jahres 2018“ in den Mittelpunkt seiner Betrachtung und beschreibt bekannte und weniger bekannte Arten anhand des Kastanienbestandes im Harbker Schlosspark.

Auf den Spuren der Hugenotten

Schmetterlingsarten von Cröchern und Umgebung wurden von Christian Kroll evaluiert. Er beschreibt die verschiedenen Arten und deren Erhebungsmethoden in seinem Artikel und fasst die Ergebnisse vor Auswertung in verschiedenen Übersichtstabellen zusammen.

Dem folgt eine Abhandlung über einen Gerichtsfall von 1707 in Peseckendorf von Mario Engelmann. Spannend wie im sonntäglichen Tatort gewinnt der Leser einen Einblick in das Gerichtswesen vor 300 Jahren.

Auch in diesem Jahr enthält die Jahresschrift wieder einen Artikel des langjährigen Haldensleber Museumsleiters Ulrich Hauer. Dieser führte bereits am 17. April 2017 Interessierte auf den Spuren der Hugenotten von Neuhaldensleben. Jetzt folgt hierzu die Publikation auf fast 50 Seiten unter dem Titel „Henning Franz Hampe und die Hugenotten von Haldensleben“.

Landesheilanstalt ist Thema

Ein weiterer treuer Jahresschriftautor ist Jochen Engelhard von Nathusius, der in diesem Jahr das Leben der ältesten Tochter von Johann Gottlob Nathusius, Luise Nathusius (1811-1891), vorstellt. Das langjährige Aller-Ohre-Vereinsmitglied Karl-Jürgen Blanke veröffentlicht und kommentiert einen durch ihn im Archiv der Arbeitsgemeinschaft Genealogie in Magdeburg gefundenen Text des Heimat- und Familiengeschichtsforschers Paul Liebert und erinnert hiermit zugleich an die thematischen Jahresvorträge des Geschichtsvereins für Haldensleben und Umgebung zum Thema „Wüstungen unserer Region und deren Forschungsgeschichte“.

Einigen treuen Jahresschriftlesern ist Detlef Dauer kein Unbekannter. Der Sammler beschreibt in seinem Aufsatz den Maler Hermann Werner und verweist hiermit natürlich auf die Sammlung des Museums Wolmirstedt zum Maler, dessen Entstehung und Entwicklung er wesentlich mitgeprägt hat.

Helmut Bauer ist dem Museum Haldensleben seit Jahren verbunden. Einige Sonderausstellungen hat er begleitet oder gar initiiert. Im letzten Beitrag der Jahresschrift stellt er seinen Vater Julius Bauer und die Gutswirtschaft der Landesheilanstalt Haldensleben vor und leistet hiermit seinen ganz eigenen lokalgeschichtlichen Beitrag zum Themenjahr „Land der Moderne“ 2019.

Ab sofort kann die Broschüre im Museum Haldensleben und im Bücherkabinett Fricke in Haldensleben erworben werden. Ebenso kann sie auch in den Regionalmuseen Wolmirstedt und Ummendorf sowie im Wobau-Bahnhofcenter Haldensleben zum Preis von 4 Euro erworben werden. Abonnenten erhalten die Jahresschrift pünktlich zum Fest auf dem üblichen Postweg. „Wer also noch dringend auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk ist, dem sei das Verschenken unserer Jahresschrift ans Herz gelegt“, sagt Judith Vater.