Geschichte des Schulgebäudes

Die heutige Erich-Kästner-Grundschule wurde am 7. Oktober 1979 als VI. Allgemeinbildende polytechnische Oberschule feierlich eröffnet. Direktorin war damals Malwine Spelly. Schon ab dem 8. Oktober wurde unterrichtet.

Am 20. Juni 1981 erhielt die Schule zusätzlich den Ehrennamen „Clara Zetkin“.

Nach der Wende wurde aus der Zetkin-Oberschule die Grundschule IV.

Seit 1997 trägt die Grundschule den Namen „Erich Kästner“.

Von 2013 bis 2015 wurde die Kästner-Grundschule bei laufendem Schulbetrieb für über 3 Millionen Euro innen und außen umfassend saniert.

Haldensleben l Ute Lehrmann muss sich anstrengen, um alle Künstler aufzuzählen, die dieser Tage mit der Haldensleber Erich-Kästner-Grundschule zusammen arbeiten. Es sind einfach zu viele, um jeden Namen nennen zu können. „Eigentlich sind es so ziemlich alle Künstler der Region“, sagt die Schulleiterin lächelnd. In ihrer Einrichtung auf dem Süplinger Berg geht es derzeit wie in einer Künstler-Werkstatt zu. Es wird gemalt, geschnitten, gebastelt, getöpfert, geflochten, gesungen und getanzt.

Musical zum Thema Mond

In einem Raum beispielsweise bereiten Dritt- und Viertklässler ein Musical zum Thema Mond vor – angelehnt an die erste Mondlandung vor 50 Jahren. In einem anderen Raum bedrucken Kinder zusammen mit den Horterzieherinnen der Schule bunte T-Shirts. Woanders werden kleine Engel aus Ton geformt und entstehen Pflastersteine, die das Atrium verschönern sollen. Es werden Holzelemente für eine schuleigene Bar gesägt und bemalt, die vier großen Säulen des Atriums werden in mühevoller Kleinstarbeit mit Mosaiksteinchen beklebt. Es gibt Korbflechter und Blütenbastler, Kulissenbauer und auch Bildhauer, die durch Körperkraft Tiere aus Steinbrocken entstehen lassen.

Das alles dient nur einem Zweck: „Wir wollen unsere Schule verschönern. Die Kunst, die bei uns ausgestellt ist, ist teilweise schon zehn Jahre alt“, sagt Ute Lehrmann. „Es steht aber ein großes Fest an und dafür muss alles schön und aktuell sein“, verrät die Schulleiterin. Während in dieser Woche die dritten und vierten Klassen in einzelnen Gruppen betreut von Künstlern, aktuellen und ehemaligen Lehrern, Horterzieherinnen und Helfern an der Reihe sind, betätigen sich in der kommenden Woche die Mädchen und Jungen der Schuleingangsphase künstlerisch.

Bilder

Schulfest am 7. September

Für das riesige Kunstprojekt, das übrigens unter dem Motto „So bunt wie wir soll unsere Schule sein“ steht, kommen nicht nur Künstler in die Kästner-Schule, sondern fahren einzelne Schüler-Gruppen auch in andere Einrichtungen, beispielsweise in die „Flora“, die Johanne-Nathusius-Schule oder die Berufsbildenden Schulen des Landkreises Börde in Althaldensleben. Von überall bringen sie ihre Kunstwerke mit, die später die Schule verschönern werden. Offiziell präsentiert werden sie am Sonnabend, 7. September, zum ersten Mal.

Dann gibt es ein großes Schulfest, bei dem Geburtstag gefeiert wird. „Unsere Schule wird in diesem Jahr 40 Jahre alt“, berichtet Ute Lehrmann. Eigentlich wurde die Kästner-Schule am 7. Oktober 1979 als 6. Allgemeinbildende polytechnische Oberschule feierlich eröffnet. Weil die Temperaturen im Oktober aber schon sinken, wird der 40. Schulgeburtstag einfach einen Monat vorher gefeiert.

Dann kann die große Party – hoffentlich bei Sonnenschein – nämlich draußen stattfinden. Um 11 Uhr gibt es zunächst einen großen Festumzug über den Süplinger Berg, bei dem die Kinder ihre selbst gestalteten Shirts tragen und durch Musik angeführt werden. Nach einer kurzen Ansprache von Ute Lehrmann zur Geschichte der Schule lassen die Schüler Ballons steigen. Das ist das Zeichen für den Beginn des Festes.

Hüpfburg und Sumoringen

Während die Kunstwerke im gesamten Schulhaus begutachtet werden können, sind auf dem Schulhof etliche Stationen für die Gäste aufgebaut. Es gibt eine Fotobox, Bullenreiten, einen Forschertisch, eine Wurfstation, Sumoringen, eine Hüpfburg und diverse Spaß-Spiele. Zur Verpflegung gibt es Gegrilltes, Eis, Zuckerwatte und Getränke sowie einen Stand mit Spezialitäten aus aller Welt. Denn das große Schulfest wird, genauso wie das Kunstprojekt, gemäß der Ausrichtung der Schule integrativen Charakter haben.

Bei Kaffee, Kuchen und Musik der Band „Blaechbraatzenmjusick“ soll das Fest nach 15 Uhr ausklingen. Vorher steht aber noch ein buntes Bühnenprogramm an, bei dem unter anderem die Kinder der Schuleingangsphase (12.30 Uhr) ihr Musical und ihre Trommelkünste präsentieren und die Dritt- und Viertklässler (13.30 Uhr) ebenfalls ihr Musical zeigen. Um 13 Uhr tritt die Theatergruppe des Hortes auf, um 14 Uhr tanzen die Funkenmariechen aus Neuenhofe. Gefördert werden das Kunstprojekt und das Schulfest vom Bildungsministerium des Landes, der Stadt Haldensleben und dem Förderverein der Schule.

Ehemalige Schüler und Lehrer der verschiedenen Schulformen, die sich in der heutigen Erich-Kästner-Schule befunden haben, sind ausdrücklich zu dem Fest am 7. September eingeladen. Kunstwerke, die bisher die Schule geschmückt haben, können für eine Spende erworben werden.