Arbeitseinsatz

Junge Haldensleber befreien ihre Stadt vom Müll

Bei einem Arbeitseinsatz in Haldensleben habenFreiwillige reichlich Müll aus dem Stadtbild entfernt. Aufgerufen hatte das Jugendfreizeitzentrum Der Club.

Von Lena Bellon
Die Gruppe sammelt in Haldensleben Müll, Zigarettenstummel und leere Flaschen von den Straßen und Gehwegen auf.
Die Gruppe sammelt in Haldensleben Müll, Zigarettenstummel und leere Flaschen von den Straßen und Gehwegen auf. Foto: Lena Bellon

Haldensleben - „Wir können keine 100 Meter gehen, ohne einen halben Sack voller Müll zu haben“, sagt Maixie Helmecke. Der Einrichtungsleiter des Jugendfreizeitzentrums (JFZ) „Der Club“ hat zum zweiten Mal dazu aufgerufen, gemeinsam in Haldensleben Müll zu sammeln. „Die Stadt stellt uns die Säcke, Handschuhe und Müllgreifer. Das JFZ hat über die Sozialen Medien einen Aufruf gestartet und freiwillige Helfer gesucht“, erklärt Helmecke.

Nach zwei Stunden seien die ersten drei Müllbeutel voll gewesen. „Glasflaschen und Zigarettenstummel machen den meisten Anteil des Mülls aus, besonders am Bahnhof“, ergänzt der Haldensleber. Alle Helfer seien in und um Haldensleben ansässig und wollen für sich und andere sauberere Straßen und Spazierwege hinterlassen. „Wir bekommen auch direktes Feedback. Eben ist ein Radfahrer vorbeigefahren und hat uns zugerufen, dass wir das toll machen“, erzählt der Einrichtungsleiter.

Letztes Jahr im Sommer habe es diese Aktion schon einmal gegeben, damals seien sieben Müllsäcke in fünf Stunden zusammengekommen. „Unser größtes Anliegen ist dabei natürlich der Umweltschutz. Aber auch eine saubere Stadt, in der sich alle wohl fühlen“, sagt Helmecke. „Zusammen macht alles Spaß, da kann man auch Müll sammeln und in der Gemeinschaft etwas Gutes tun.“

Dass die Aktion von der Stadt unterstützt wird, habe nicht nur die Vorteile des Materials, das nur Verfügung gestellt wurde: „So kommt man in den Austausch. Ich habe nämlich festgestellt, dass es an einem Spazierweg an der Ohre sehr wenig Mülleimer gibt, das werden wir der Stadt mitteilen.“ Trotzdem sei es wichtig, dass jeder für sich darauf achtet, seinen Müll richtig zu entsorgen. Schließlich könne man sich nicht auf der Ausrede ausruhen, dass es zu wenig Mülleimer gibt. „Entweder man meckert über die Gegebenheiten oder man ändert einfach selbst etwas“, sagt Helmecke. „Wir wollen heute zeigen, dass wir aktiv etwas für unsere Stadt tun.“