Investitionen

Kathendorfer Ortschaftsrat erstellt Prioritätenliste

Wo möchte Kathendorf im kommenden Jahr sein Geld investieren. Der Ortschaftsrat hat nun eine Prioritätenliste festgelegt. Dazu gab es eine kleine Überraschung.

Von Anett Roisch
Ortschaftsratsmitglied Oliver Widdecke, der auch zu den Brandschützern gehört, packte den Nass-Sauger aus und präsentierte ihn in der Sitzungsrunde des Kathendorfer Ortschaftsrates.
Ortschaftsratsmitglied Oliver Widdecke, der auch zu den Brandschützern gehört, packte den Nass-Sauger aus und präsentierte ihn in der Sitzungsrunde des Kathendorfer Ortschaftsrates. Foto: Anett Roisch

Kathendorf - „Er ist endlich da — der Nass-Sauger“, verkündete Kathendorfs Ortsbürgermeisterin Sabine Wieter bei der Zusammenkunft des Ortschaftsrates.

Seit der Fertigstellung der Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses bestand der Wunsch des Gremiums, einen Reinigungssauger für den Fußboden des gemeindeeigenen Domizils zu bekommen. Das Problem war, dass die rutschfesten Bodenfliesen im Gebäude, das auch als Feuerwehrgerätehaus genutzt wird, nicht mit einem Wischlappen sauber zu bekommen sind. „Es müsste kein teures Markengerät sein, aber die Anschaffung kann doch nicht Jahre dauern“, plädierte damals Katja Körtge. „Wenn das Dorfgemeinschaftshaus vermietet werden soll, muss es doch auch ordentlich sauber gemacht werden. Bisher haben wir immer auf Privatinitiative mit Hilfe unserer Frauen geputzt“, erklärten die Ortschaftsräte.

Um geplante Vorhaben ging es im Tagesordnungspunkt „Prioritätenliste für 2022". „Im nächsten Stadtrat soll darüber entschieden werden, ob - auf Antrag der Ortsbürgermeisterrunde - die 150.000-Euro-Investitionspauschale den Ortschaften zur Verfügung gestellt wird“, berichtete Sabine Wieter. Nach ihren Ausführungen könnten dann die Ortschaftsräte in Eigenregie entscheiden, für welche Ortschaften beziehungsweise für welche Ortsteile das Geld ausgegeben werden soll. Dabei solle mindestens alle zwei Jahre jeder Ort mal berücksichtigt werden. 26 Anwärter gäbe es. Jetzt haben die Ortschaftsräte die Aufgabe zu gucken, welche Maßnahmen die wichtigsten sind. 

Der Friedhofszaun steht auf Platz eins

Der Friedhofszaun ist in Kathendorf schon seit sehr vielen Jahren aufgelistet. 2015 hatte die Stadt angeboten, einen Maschendrahtzaun als Begrenzung aufzustellen. Der jetzige Jägerzaun ist bereits über 25 Jahre alt. Der Zahn der Zeit hat der Begrenzung mächtig zugesetzt. Es sollte ursprünglich wieder ein Holzzaun werden – zumindest im Sichtbereich der Öffentlichkeit. Ein Maschendrahtzaun würde – da sind sich die Ortschaftsräte einig – überhaupt nicht ins Dorfbild passen. Als Alternative würden sich die Kathendorfer mit einem etwa einen Meter hohen doppelten Stabmattenzaun zufrieden geben.

Einig war sich der Ortschaftsrat, dass die Erneuerung des Zaunes nach wie vor die höchste Priorität habe. Widdecke erinnerte sich daran, dass der Zaun für den Friedhof schon in der vergangenen Wahlperiode gefordert und von Jahr zu Jahr verschoben wurde. Es gab in der Vergangenheit nur eine Notreparatur. Die Maßnahme sei aber auch eine Pflichtaufgabe, denn der Zaun wackelt, könnte umfallen und Personen oder Fahrzeuge beschädigen.

Nachfolgend auf der Liste stehen der Zaun an der Tränke sowie ein Unterstand auf dem Sportplatz. Zu den Vorhaben zählen die Instandsetzungsarbeiten im und am Gebäude des einstigen Gemeindebüros, das die Zweitakt-Crew übernehmen möchte.