Calvörde l Das gegenseitige Kennenlernen, aber auch, einmal die Möglichkeit zu haben, mit der Gemeindeverwaltung direkt ins Gespräch zu kommen, das waren die Anliegen des Cafés der Kommune am Dienstagnachmittag in Calvörde.

Volkmar Schliephake (CDU), Bürgermeister der Mitgliedsgemeinde Calvörde, begrüßte die zehn jungen Gäste und ihre Eltern im Bürgersaal im Verwaltungsgebäude. „Wir schreiben heute gemeinsam ein Stück Geschichte. Es gab diese Form der Zusammenkunft in der Vergangenheit noch nicht. Es ist also die erste gemeinsame Kaffeetafel, die wir für junge Eltern organisieren“, erklärte Schliephake und beglückwünschte die Mütter und Väter im Namen des Gemeinderates zum Nachwuchs.

Wieder mehr Kinder geboren

Lange reden wolle er mit Blick auf die Babys nicht, meinte der Bürgermeister gleich zu Beginn. Der Nachwuchs könne schließlich noch nicht so lange durchhalten und verlange viel Aufmerksamkeit von seinen Eltern. „Ich freue mich, dass wieder mehr Kinder geboren werden. Wir erlebten in den letzten Jahren einen Einwohnerschwund von jährlich zwei Prozent“, bilanzierte er. In der Gemeinde leben derzeit 3 587 Menschen. Im letzten Jahr sind in den elf Ortsteilen 18 Mädchen und 9 Jungen auf die Welt gekommen. Er stellte fest, dass es einen Trend gibt, dass junge Leute wieder aufs Dorf ziehen. „Es könnten bis zum Jahresende noch 30 werden. Die Zukunft sähe gut aus für die Schülerzahl der Grundschule. Er warb darum, dass sich die Eltern Gedanken über einen Namen für die Neugeborenenbegrüßung machen.

Außerdem regte der Bürgermeister an, dass die jungen Menschen bei Wünschen und Problemen in der Verwaltung vorsprechen sollen. Die Gemeinde habe immer ein offenes Ohr für die Belange der Bürger.

Gemeinde bietet 2000 Arbeitsstellen

„Wir haben in der ländlichen Gemeinde relativ gute Bedingungen. Wir haben Vereine für die Freizeitgestaltung und Arbeitsplätze. Allein im Gewerbegebiet in Calvörde sind Unternehmen mit über 1000 Arbeitsplätze und in der Gemeinde fast 2000 Arbeitsstellen angesiedelt“, schilderte Schliep- hake, der sich unter die jungen Muttis und Vatis mischte, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Die Eltern sind in Mannhausen, Klüden, Lössewitz, Berenbrock, Velsdorf, Zobbenitz, Wieglitz und natürlich in Calvörde zuhause.

Mit dem Bürgermeister waren Heidemarie Schweickert, stellvertretende Vorsitzende im Sozialausschuss der Gemeinde und Dagmar Becker, Mitarbeiterin der Verwaltung, gekommen. Die beiden Frauen halfen beim Verteilen der Begrüßungsgeschenke. Unter anderem erhielten die Mädchen und Jungen ein Lätzchen, Windeln und einen Gutschein. Die kleinen Geschenke sollen den Start ins Leben für die Kinder verschönern. Blumen gab es vom Gemeindechef für die Mütter.

Treffen wird wiederholt

„Ich habe mich über die Einladung gefreut“, sagte Jana Schulze aus Klüden, die sich schon eifrig im Gespräch mit den anderen Eltern am Tisch befand. Auf ihrem Schoss saß Jim, der vor fünf Monaten auf die Welt kam.

Das Treffen soll es auch in der Zukunft ein Mal im Jahr zur Begrüßung der neuen Erdenbürger geben.