Süplingen l Schon bald wird in dem Neubau der Kita Süplingen Leben einziehen. Dann tappeln kleine Kinderfüße durch die Flure und große Erzieherinnen-Füße hinterher. Das alte Gebäude, das in direkter Nachbarschaft steht, hat damit seinen Dienst getan. Das alte Gebäude, die Hortbaracke, sollte abgerissen und damit auch der Hort an sich eingestampft werden. Süplinger Bürger und Eltern haben sich gewehrt – und waren erfolgreich.

Dabei nimmt die Ortschaft eine Sonderrolle ein. Denn in Süplingen gibt es keine Schule, wohl aber einen Hort. Und die Süplinger wollten auch, dass das so bleibt. Aufgrund der Hinweise hat die Stadt den Verbleib des Hortes und die Umrüstung des Gebäude geprüft. Dafür waren die Kinderzahlen von Süplingen und Bodendorf ausschlaggebend. Die Prognosen zeigen, dass die Zahl der Hortkinder auch in den kommenden Jahren konstant bleibt. So waren es im Jahr 2015 insgesamt 30 Kinder in den Klassen 1 bis 4, die den Hort in Anspruch nehmen können. Im Jahr 2019 waren es 31. Prognosen zeigen, dass es 2024 noch 28 Kinder sein werden und 2028 insgesamt 26 Kinder.

Teilabriss geplant

Nun wartet auf das alte Gebäude laut Stadtverwaltung ein Teilabriss. Dabei verschwinden zwei kleine Anbauten, die über die Jahre hinzukamen. Dann soll das Haupthaus energetisch saniert werden. Der Innenbereich werde zum großen Teil saniert. Erneuert werden unter anderem die Decken überarbeitet sowie Bodenbeläge und Heizungs- und Elektroanlagen. Außerdem soll der Sanitärbereich, der bisher auf kleine Kinder zugeschnitten ist, auf die größeren Hortkinder umgebaut werden.

Insgesamt 250.000 Euro werden dafür aus dem Haldensleber Geldbeutel verwendet. Ist der Haushalt beschlossen und die Gelder stehen zur Verfügung, sollen die Planungen laut Andreas Radeck, Mitarbeiter in der Abteilung Kommunikation, fortgesetzt werden. Die Bauarbeiten können dann voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2021 beginnen. Im Jahr 2022 könnten die Hortkinder dann ihr hergerichtetes Quartier beziehen.

Der Süplinger Ortsbürgermeister Karsten Ulrich wusste beim Anruf der Volksstimme noch nichts von seinem Glück, freute ich aber über den „großen Erfolg“ in Sachen Hort. „Wenn der Hort im Ort bleibt, bleibt auch der Nachwuchs hier. Das ist wichtig für die Dorfgemeinschaft und unsere Vereine“, sagt er.