Haldensleben l Drei Jahre lang war er in Magdeburg, jetzt ist Pfarrer Christian Kobert in Haldensleben angekommen. Er wurde am 13. September in sein Amt eingeführt. Die katholische St. Christophorus-Pfarrei ist seine erste „eigene“ Pfarrei. Neben den letzten Kisten, die er auspacken muss, hat er viel zu tun. Denn seinem Vorgänger Winfried Runge standen in Althaldensleben noch Diakon Bernhard Neumann sowie dessen Frau Christine als pastorale Mitarbeiterin zur Seite. Beide sind nun in Rente gegangen.

„Ich erkunde gerade die Pfarrei und habe auch schon einige Kollegen kennengelernt. Es wirkt alles sehr verheißungsvoll“, erzählt der 40-Jährige. Ganz alleine ist er jedoch nicht: Unterstützung bekommt er von Pfarrsekretärin Annette Herzig gerade bei den Verwaltungsaufgaben des Kindergartens und anderen Einrichtungen, die zur Pfarrei gehören. „Darüber bin ich sehr froh.“

Früh mit der Kirche verbunden

Schon relativ früh fühlte sich Kobert mit der Kirche verbunden. Sein Onkel war Pfarrer und so erlebte er schon sehr früh die Arbeit im Pfarrhaus. „Das hat mich schon geprägt und so ist die Idee, selbst Pfarrer zu werden, gereift.“ Nach fünf Jahren Studium in Erfurt und Wien war Magdeburg seine erste Station als Priester. Ein Ortswechsel sei schon länger überfällig gewesen, erzählt er.

Die Kirche habe viel Schuld auf sich geladen. Dennoch möchte Christian Kobert zeigen, wie Kirche helfen kann und er möchte die frohe Botschaft verkünden. „Es ist schön, als Begleiter für die Menschen da sein zu können und ihnen zu vermitteln, dass sie geliebt und gewollt sind.“

Den Kontakt mit Menschen und die Gespräche schätze er sehr. Gerade der persönliche Kontakt kam nun wegen Corona zu kurz. „Ich habe dann an die Leute, die ich sonst besucht habe, viele Briefe und Karten geschrieben. Etwas geholfen haben auch die Telefonate, bei denen ich mit manchen auch gebetet habe.“

Jugendarbeit liegt ihm am Herzen

Wichtig ist ihm, dass die Menschen wieder mehr das „wir“ vor dem „ich“ sehen. Ebenso am Herzen liegt ihm die Jugendarbeit. Dabei möchte er den Jugendlichen Hilfe und Unterstützung anbieten. „Ich möchte ihnen das Rüstzeug für ein erfülltes Leben mitgeben. Bei den Treffen, die mittwochs stattfinden, habe er schon viele interessante Gespräche mit den jungen Menschen geführt. „Dabei sind schon sehr tiefgründige Gespräche entstanden.“ Die Jugendlichen seien gar nicht so oberflächlich, wie das immer gesagt werde, meint Kobert. „Ich freue mich darauf, wenn wieder mehr Veranstaltungen unter normalen Bedingungen stattfinden und auch auf meine Zeit hier, auf die schönen Momente und die Herausforderungen.“