Weferlingen l „Die Ostergeschichte von Max Drischner wird sehr selten aufgeführt“, sagt der Barleber Pfarrer Johannes Könitz. „Ich habe sie noch von keinem anderen Chor gehört.“ Der Barleber Kirchenchor, den der Pfarrer leitet, singt die „Ostergeschichte nach den Evangelisten von Max Drischner seit vielen Jahren immer mal wieder um Ostern rum“, erläutert Könitz.

Am Sonntag stimmte der Chor im heimischen Barleben an. Am Donnerstag, 19. April, ist der Chor um 19.30 Uhr in der Weferlinger St.-Lamberti-Kirche zu hören. „Im Westbereich des Kirchenkreises waren wir noch nicht, ansonsten haben wir im Laufe der Jahre schon in vielen Kirchen gesungen bis nach Cröchern, Dolle und Colbitz. Wir ziehen richtig rum. Und es macht uns viel Spaß. Wir freuen uns schon auf das Konzert in Weferlingen“, erzählt der Chorleiter.

Barleber Kirchenchor tritt auf

Dieses musikalische Werk von Max Drischner ist für den Pfarrer und Chorleiter etwas ganz Besonderes: „Ich mag das sehr!“ Erzählt wird darin die Ostergeschichte nach dem Johannes-Evangelium, verbunden mit Zeugnissen, die in Chorälen gesungen werden, und verknüpft mit typisch schlesischen Liedern. Das Werk sei sehr schwer zu singen.

Doch die 13 Sängerinnen und Sänger des Barleber Chores schaffen das. „Es gibt eigentlich nichts, was wir nicht singen können“, ist der Chorleiter überzeugt. Alle Stimmen sind vertreten. „Ich bin allerdings der einzige Tenor“, merkt Johannes Könitz an, „aber ich singe auch am lautesten.“ In der Ostergeschichte wird er den Evangelisten singen. Das ganze Werk dauert etwa 40 bis 45 Minuten. „Wir laden aber vorneweg und hinterher noch zum gemeinsamen Osterliedersingen ein“, kündigt der Chorleiter an.

Herausforderung für die Sänger

Der Kirchenchor singt in der Regel einmal im Monat in der Barleber Kirche, stimmt an beim Pfarrbereichsgottesdienst. Oft sei auch der Posaunenchor dabei. „Und wir pflegen die Ökumene“, ergänzt der Pfarrer. Gern erinnert er sich an ein Chortreffen in der St.-Marien-Kirche in Haldensleben. Da habe der Barleber Kirchenchor mit nur acht Stimmen den 100. Psalm gesungen und alle hätten gestaunt.

Johannes Könitz ist stolz auf seinen Chor. Die Zuhörer im Benefizkonzert in Weferlingen können sich schon bald ein eigenes Urteil bilden. Nach dem Konzert wird um Spenden gebeten, die für die Anschaffung einer Akustikanlage für die Kirche angespart werden. Seit langem klagen vor allem Ältere darüber, dass im hinteren Teil der Kirche nicht mehr gut zu verstehen ist, was vorn gesprochen wird. Hauptgrund dafür ist der so genannte Nachhall.

Eine moderne Akustikanlage ist jedoch in der Lage, Abhilfe zu schaffen. Sie kann dafür sorgen, dass über spezielle Lautsprecher auch jene gut verstehen, die weiter hinten sitzen. Allerdings hat diese Anlage ihren Preis, nämlich rund 10.000 Euro. Seit einiger Zeit werden bereits Spenden gesammelt. Fördermittel könnten fließen, wenn die Eigenmittel zur Verfügung stehen. Das Benefizkonzert des Barleber Chores soll mithelfen, die Eigenmittel weiter anwachsen zu lassen.

Spenden erbeten für eine Akustikanlage

Angesichts der zahlreichen Veranstaltungen in der Kirche hofft der Gemeindekirchenrat, dass die Anlage möglichst bald angeschafft werden kann. Hier finden nicht nur Gottesdienste statt. Das Gotteshaus wird ebenso Konzerthalle, dient Jugendbegegnungen, öffnet sich für Ausstellungen oder Theateraufführungen und Diskussionsveranstaltungen. Selbst Kabarett war hier bereits zu erleben.