Hermsdorf / Hohe Börde l Nachdem die kommunalen Kindertagesstätten und Horte in der Gemeinde Hohe Börde seit Jahresanfang in neuen Strukturen arbeiten, können Gudrun Meyer und Marlies Böttcher als Leiterinnen des Gesamtbereiches 2 eine erste positive Bilanz ziehen. „Die neuen Strukturen sind angelaufen, das ist bei uns gut gelungen, obwohl einige Eltern im Vorfeld Bedenken hatten, dass ihre Kinder zukünftig nicht mehr so gut betreut werden“, resümiert Gudrun Meyer.

Wechsel zum Jahresanfang

Sie gibt zu, dass auch sie und ihre Kollegin nicht ohne Unbehagen an die Sache herangegangen sind. Zahlreiche Fragen standen bei ihnen so wie bei allen Beteiligten im Raum: Wie wird die Zusammenarbeit klappen, nachdem die Kindertagesstätten noch nie so eng wie jetzt zusammengearbeitet haben? Wie werden wir als Neue von den Eltern und den Kindern in den Einrichtungen angenommen?

Doch letztlich stellte sich heraus, dass auch jeder wollte, dass die Arbeit in den Kindereinrichtungen wie bisher weiterläuft und möglicherweise die Qualität noch verbessert wird. Und das geht auch über die Organisation der Vertretung im Krankheitsfall auf kurzem und unbürokratischem Weg hinaus.

Eltern hatten teils Bauchschmerzen

„Es wird nichts wegfallen für die einzelnen Einrichtungen, die kulturellen Pläne sind so aufgestellt wie bisher auch“, so Gudrun Meyer. Andererseits erweist es sich als Vorteil, dass mehrere Einrichtungen – im Bereich 2 die Kindertagesstätten Ackendorf, Groß Santersleben, Hermsdorf, Hohenwarsleben und Schackensleben sowie der Hort Hermsdorf – von der Fortbildung einzelner Kollegen partizipieren können. So gibt es bereits jetzt eine „insoweit erfahrene Fachkraft für Kinderschutz“, eine diplomierte Kinder-Yogalehrerin und eine Praktikantenanleiterin.

Außerdem können Veranstaltungen wie beispielsweise das Kindersicherheitstraining einrichtungsübergreifend organisiert und der Vorschulplan für alle Einrichtungen eines Bereiches einheitlich abgestimmt werden. „So haben die Kinder in allen Einrichtungen die gleichen Voraussetzungen“, so Gudrun Meyer.

Särkere Vernetzung

Die Hauskoordinatoren kommen regelmäßig mit der Leitung der Gesamteinrichtung zusammen, um sich auszutauschen und zu bestimmten Themen zu informieren. „Außerdem haben wir uns den Elternkuratorien aller Einrichtungen vorgestellt, mit den Vereinen der Dörfer Kontakt aufgenommen, um die Zusammenarbeit auszubauen, und wollen auch noch in die Ortschaftsräte gehen“, so Marlies Böttcher. Die Sprechtage der Leitung, die einmal im Monat in jeder Einrichtung angesetzt sind, sollen weiterhin erhalten bleiben. Treten Probleme auf, können Eltern auch Termine außer der Reihe vereinbaren.

Nach der neuen Organisationsstruktur sind die kommunalen Kindereinrichtungen in drei sogenannte Gesamtbereiche aufgeteilt, denen jeweils eine Gesamtleitung und ein ständiger Vertreter vorstehen. Zum Gesamtbereich 1 gehören die Kitas in Irxleben, Eichenbarleben und Ochtmersleben sowie der Hort in Niederndodeleben. Die Einrichtungen in Bebertal, Bornstedt, Nordgermersleben und Rottmersleben bilden den Gesamtbereich 3.