Haldensleben (az) l In der Stadt Haldensleben und ihren Ortsteilen gibt es eine Reihe von Grundstücken, die ausschließlich als Gärten genutzt werden, aber nicht zu einer Kleingartenanlage gehören. Das kann die Besitzer vor Schwierigkeiten stellen. Denn bisher dürfen dort in vielen Fällen weder eine Gartenlaube noch ein Schuppen oder ein Gewächshaus errichtet werden.

Der Hintergrund ist etwas kompliziert. Im Flächennutzungsplan der Stadt sind diese Gebiete beispielsweise als Grünflächen oder als gemischte Bauflächen markiert. Auf Grünflächen ist eine Bebauung unzulässig. Auch im anderen Fall kann es schwierig werden. Zumindest wenn die Gärten im sogenannten „Außenbereich“ der Stadt liegen. Dort sind beispielsweise „privilegierte Bauvorhaben“ zulässig. Lauben und Geräteschuppen gehören jedoch nicht dazu.

Anlagen legal bauen

Menschen, die einen Garten in einer Kleingartenanlage gepachtet haben, sind da im Vorteil: Sie können bauliche Anlagen mit einer maximalen Gesamtgrundfläche von 24 Quadratmetern legal errichten.

Doch künftig soll gleiches Recht für alle gelten. Die Haldensleber Stadtverwaltung hat deshalb den sogenannten „Bebauungsplan Freizeitgärten“ entworfen. Durch ihn sollen bald auch kleinere Bauten in Gärten möglich sein, die nicht zu einer Sparte gehören.

So soll die bauliche Entwicklung steuert werden. Gleichzeitig sollen Schwarzbauten verhindert werden. Bereits vorhandene Bauten aus DDR-Zeiten genießen in vielen Fällen Bestandsschutz.

Entwurf im Rathaus einsehbar

Der Entwurf des Bebauungsplans ist noch bis Montag, 22. Juli, im Bürgerbüro am Markt ausgelegt. In dieser Zeit können Interessierte Stellungnahmen zu dem Entwurf abgeben. Später wird sich der Stadtrat damit beschäftigen.

Das Bürgerbüro ist dienstags, mittwochs, donnerstags und freitags jeweils von 9 bis 12 Uhr geöffnet sowie zusätzlich dienstags von 13 bis 18 Uhr und donnerstags von 13 bis 16 Uhr. Anfragen können auch per Mail an die Adresse stadtplanung@haldensleben.de gerichtet werden.