Rätzlingen l Trotz Hochzeitssuppe ist die UWG-Gruppe noch – in Sachen Kommunalwahl – in der Findungsphase. In geselliger Runde galt es am Donnerstagabend in der Goldenen Gans in Rätzlingen herauszufinden, wohin die Reise künftig geht. Kornelia Schröder, Vorsitzende der UWG-Gruppe, die derzeit 32 Mitglieder hat, begrüßte vier Neueinsteiger. Im Besonderen hieß die Vorsitzende die „neuen Gesichter“ in der Runde willkommen. Seit 26 Jahren besteht die UWG als Angebot für politisch engagierte Menschen in der Einheitsgemeinde Oebisfelde-Weferlingen.

Bevor es um das Thema Nummer Eins, die Kommunalwahlen, ging, meldete sich Frank Hintersdorf, Mitglied im Oebisfelder Ortschaftsrat, zu Wort: „Ich werde die UWG verlassen. Und zwar nicht aus bösem Grund, sondern es hat sich etwas Neues ergeben. Es hat mir die ganzen Jahre mit euch Spaß gemacht.“ Hintersdorf beschrieb, dass er nicht in der Versenkung verschwinden wird, sondern er möchte sich in einer neuen Wählergruppierung engagieren. „Diese Gruppe wird sich voraussichtlich am 31. Januar vorstellen. Dieser Schritt hat viel Überwindung gekostet. Ich habe einige Zeit überlegt, weil es ja ein kompletter Neuanfang ist. Wir hoffen mit der neuen Gruppe, die Oebisfelder mit frischem Wind dazu zu bewegen, an die Wahlurnen zu gehen“, erklärte der Oebisfelder. Er verwies darauf, dass im jetzigen Stadtrat die Oebisfelder mit nur 35 Prozent vertreten sind. „Das ist eigentlich zu wenig, da wir die Hälfte der Einwohner der Einheitsgemeinde stellen. Wir wollen wachrütteln“, betonte Hintersdorf. Den Namen der neuen Gruppe wollte er noch nicht nennen.

Suche nach Kandidaten

Zähneknirschend akzeptierten die Anwesenden seine Entscheidung. Christiane Schütrumpf schlug vor, dass die Vertreter der neuen Gruppe und die UWG gemeinsam wirken können. Die Chancen einer großen Wählergemeinschaft wäre größer, um dann Stimmen für die Wahlen zu sammeln. Christiane Schütrumpf gab zu bedenken, dass die Zeit drängt. „Eine Wählergemeinschaft muss öffentlich bekanntgeben, dass sie Kandidaten aufstellt“, sagte Christiane Schütrumpf und verteilte eine Liste mit dem Terminablauf.

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Einige der Anwesenden erklärten sich bereit, für ihren Ortschaftsrat und auch für den Stadtrat zu kandidieren. Kornelia Schröder, verheiratet und Mutter von zwei Kindern, beschrieb: „Ich schwanke noch ein wenig, weil sich beruflich bei mir gerade etwas verändert. Ich möchte keinen Rückzieher machen. Weil ich nun auch ein Studium angefangen habe, stellt sich die Frage, ob ich es zeitlich hinbekomme. Es ist aber kein 100-prozentiges Nein.“ Die Vorsitzende der UWG freute sich über die neuen jungen Leute in der Gruppe.

„Wer mit uns für einen Sitz bei den Kommunalwahlen kandidieren möchte, ist nicht parteilich gebunden. Die Idee ist einfach toll, weil man selbst entscheiden kann, ob man für eine bestimmte Sache ist oder dagegen. Darum bin ich von Anfang an bei der UWG“, betonte Bogumila Jacksch, Ortsbürgermeisterin von Oebisfelde. „Aber trotzdem versucht man ja gemeinschaftlich, irgendwo eine Richtung zu fahren“, ergänzte Kornelia Schröder. Eine formlose Liste für Kandidaten gäbe es bereits. „Andere am Tisch sind sich noch nicht sicher. Weitere Interessierte sind willkommen. Wir schauen mal, wohin die Reise geht“, so die Vorsitzende.

Nächste Sitzung in Oebisfelde

Als Ziel hat sich Kornelia Schröder gesetzt, die Gruppe stärker zusammen zu führen. „Wir wollen ein Gemeinschaftsgefüge hinbekommen, damit sich alle mit der UWG verbunden fühlen – auch wenn sie ihre eigene Meinung haben und nicht immer die Ansicht ihres Gegenübers teilen“, beschrieb die Vorsitzende.

Die nächste Versammlung ist für Montag, 18. Februar, um 18.30 Uhr im Burgverbinder in Oebisfelde geplant. „Alle Mitglieder und Interessierten, die sich in der UWG engagieren wollen und für die Kommunalwahl kandidieren möchten, sind willkommen“, heißt es am Ende der Zusammenkunft.