Seggerde l Mit einem abwechslungsreichen Konzert verwöhnte das Duo „con voce“, besser bekannt als Organist Christian Wiebeck aus Halle und Sopranistin Jenny Feodora Jahn aus Berlin, die Ohren der Zuhörer in der spätmittelalterlichen Dorfkirche in Seggerde. Die Kirchengemeinde begrüßte ihre zahlreichen Gäste unter dem musikalisch gemeinden Motto „The last Rose“ gleich am Eingang mit verschiedenen alkoholischen und nichtalkoholischen Erfrischungen.

Christian Wiebeck verbrachte seine Kindheit und Jugend in Flechtingen und begann schon früh im Alter von 13 Jahren für die Kirchengemeinden Etingen, Flechtingen und Wegenstedt, Gottesdienste und Andachten an der Orgel zu begleiten. Von 2007 bis 2012 studierte er an der Hochschule für Kirchenmusik von 2009 bis 2013 auch an der Martin-Luther-Universität in Halle.

Seitdem ist er nicht nur als Organist, sondern auch als Sänger, Klavier- und Gesangslehrer, Komponist sowie als künstlerischer Leiter mehrerer Ensembles tätig. Seine Liebe zur Heimat führt ihn immer wieder auch in die Region wie nach Seggerde.

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Programm führt durch Jahrhunderte

Zusammen mit Jenny Feodora Jahn gestaltete er den ersten Teil des Konzertes als einen klassischen. Neben gehörten Werken des Barock und der Klassik nehmen sich die Musiker auch gern seltener gehörten Kompositionen an. Christian Wiebeck schneidet die Arrangements auf Gesang und Instrumentierung passgenau zu.

Die helle, klare Stimme von Jenny Feodora Jahn zur Orgelmusik erfüllten den Kirchenraum vom Boden bis zur gewölbten Decke des Kirchenschiffs. Angenehm dabei, dass entgegen den meisten Kirchenbauten die Orgel sich über dem Altar direkt im Blick der Zuschauer befindet.

Den zweiten Teil läutete Henry Mancinis Titelmelodie von „Die Dornenvögel“ ein. Mit ihrem Gesang schaffte Jenny Feodora Jahn gleich mehrfach Gänsehautstimmung wie beim raumfüllenden Klangerlebnis mit „Ave Maria“ von William Gomes. Nicht fehlen durfte das titelgebende Stück „The last Rose“ zum Abschluss eines ebenso berauschenden wie andächtigen Konzertnachmittages.

Minutenlanger Applaus und stehende Ovationen, des Künstlers schönster Lohn, folgte noch ein Dank der Kirchengemeinde Seggerde in Form von Blumen für die Dame und einem Präsent für den Herren. Da zum Konzert kein Eintritt genommen wurde, baten die Kirchengemeinde und die Musiker um eine Spende am Ausgang.

Mittlerweile hatten sich auch die dunklen Wolken über Seggerde, die teils kräftigen Regen zur Folge hatten, soweit verzogen, dass die Gäste nicht mehr „schwimmen“ mussten, um zu ihren Autos oder Grundstücken zu gelangen.