Stadtmöbel

Kritik an Bänken auf dem Hagentorplatz in Haldensleben: Blick auf die karge Stadtmauer stößt Passanten bitter auf

Wer es sich auf dem Hagentorplatz auf den neuen Bänken gemütlich macht, schaut entweder auf ein Wasserspiel oder sitzt unmittelbar vor der blanken Stadtmauer. Haldensleber fordern die Stadt auf, die Anordnung der Lehnen zu überdenken. Die Verwaltung winkt jedoch ab.

Von Juliane Just
Blick zum Brunnen oder  zur Stadtmauer? Passanten kritisieren die Anordnung der Lehnen an den Bänken am Hagentorplatz.
Blick zum Brunnen oder zur Stadtmauer? Passanten kritisieren die Anordnung der Lehnen an den Bänken am Hagentorplatz. Foto: Juliane Just

Haldensleben - Die neuen Bänke für die Innenstadt sorgen für Kritik – zumindest jene beiden, die am Hagentorplatz installiert wurden. Denn die beiden gegenüberliegenden Lehnen bieten zwei völlig unterschiedliche Aussichten: Auf der einen Seite schaut man auf den Brunnen der „Sieben Aufrechten“, auf der anderen Seite sitzen Passanten nur etwa einen Meter von der tristen Stadtmauer entfernt.

„Das ergibt gar keinen Sinn. Dort wird sich doch niemand hinsetzen“, sagt eine Passantin. Ein Herr, der auf dieser Bank die Blickrichtung zum Brunnen gewählt hat, sagt: „Keiner wird sich jemals andersherum hinsetzen.“ Eine Händlerin der Hagenstraße rät der Stadtverwaltung, die Anordnung der Lehnen an dieser Stelle noch einmal zu überdenken: „Die Leute lachen doch über uns.“

Stadt: Bänke werden nicht verändert

Auf Volksstimme-Nachfrage gibt Stadtpressesprecher Lutz Zimmermann bekannt, dass die Anordnung der Lehnen nicht verändert werden soll. Es sei auch in der Hagenstraße der Fall, dass Passanten auf der einen Seite die Straße hinabschauen können, auf der anderen Seite aber in vielen Fällen auf eine Hauswand oder ein Geschäft schauen. „Das sind die Bänke, die von den Haldenslebern ausgesucht worden“, sagt er.

Bei zwei anderen Banktypen am Post- und Hagentorplatz hat sich die Stadt jedoch vertan. Der bei einer Umfrage 2020 ausgewählte Banktyp wurde falsch bestellt – es steht jetzt die „Verlierer-Bank“ an Ort und Stelle. Nun soll geprüft werden, ob dieser Fehler mit „vertretbarem Aufwand“ behoben werden könnte und wie hoch die Kosten dafür sind.