Haldensleben l Insgesamt 7.000 Exemplare sind am Freitag im Rathaus eingetroffen. Sie werden in den nächsten Tagen im Stadtgebiet verteilt. Im Inneren der Broschüre findet sich ein breit gefächertes Angebot, wie Astrid Seifert als Leiterin der städtischen Kulturabteilung erklärt.

In den gut 40-seitigen Kalender wurden nicht nur Veranstaltungen der Stadt aufgenommen, sondern auch die anderer kultureller Träger – wie etwa der Kulturfabrik oder der Kultur-Landschaft Haldensleben-Hundisburg. Auch die zahlreichen Aktivitäten der Vereine sind mit berücksichtigt worden.

Roland feiert 600-Jähriges

2019 stehen einige Besonderheiten ins Haus: „Das Altstadtfest wird größer als dieses Jahr“, verrät Astrid Seifert. Der Grund dafür ist, dass die erste schriftliche Erwähnung von Haldenslebens reitendem Roland 600 Jahre alt wird. Deshalb wird ein historischer Rolandmarkt in das Altstadtfest integriert. Die Rolande anderer Städte sind dazu eingeladen. Damit nicht genug: Das eigentlich vom Gertrudium her bekannte Rolandreiten findet 2019 ebenfalls im Rahmen des Altstadtfestes statt – und zwar am Pfändegraben.

Laut Astrid Seifert bedeutet das jedoch nicht, dass das Gertrudium ausfallen würde. Im Gegenteil: Am 15. und 16. Juni findet es in bekanntem Umfang im Landschaftspark Althaldensleben-Hundisburg statt. Und doch gibt es Anleihen an eine andere Veranstaltung. Die Band „Whiskydenker“, die 2018 im Rahmen der Jazznacht der Sommermusikakademie für Furore sorgte, ist 2019 beim Gertrudium dabei.

Pause für Stadtliteraturtage

Was es im kommenden Jahr dagegen nicht geben wird, sind die Stadtliteraturtage. Sie sollen künftig alle zwei Jahre stattfinden. Gleichzeitig bedankt sich Astrid Seifert bei allen Akteuren. Gerade die kleinen Veranstaltungsorte wie der private Dachboden oder der Tresorraum einer Bank hätten den Stadtliteraturtagen ihren Charme verliehen.

Aber ganz ohne Literatur soll das Jahr 2019 auch nicht bleiben. Im Rahmen der sogenannten Weinlese am 20. September werde sie weiterhin eine Rolle spielen. Darüber hinaus plant Astrid Seifert ein besonderes Projekt. Dafür möchte die Stadt mit der Bibliothek und dem Bödecker-Kreis zusammenarbeiten. Im Rahmen des Förderprogramms „Literatur macht stark“ soll es über das ganze Jahr verteilt verschiedene Veranstaltungen geben. Das Ziel ist es, dass Kinder ein eigenes Buch veröffentlichen.

Zu den Neuerungen zählt darüber hinaus das Kleinkunstfest. Es ist für den 11. Mai angesetzt und trägt den Titel „Spurensuche“. An verschiedenen Stellen der Innenstadt sollen dabei Straßenmusik, Akrobatik und vor allem Theater für alle erlebbar werden. Sollte diese neue Idee auf die entsprechende Resonanz stoßen, könnte das Kleinkunstfest künftig abwechselnd mit den Literaturtagen stattfinden.