Covid-19

Nach Corona kommt der Urlaub

Coronavirus: Reisebüros in Haldensleben (Landkreis Börde) machen trotz Pandemie Hoffnung auf Traumziele.

Von Juliane Just

Haldensleben l „Wir werden wieder reisen!“, verkündeten viele Touristikkonzerne Anfang Januar. Die gebeutelte Branche, die in den vergangenen Monaten erhebliche Umsatzeinbußen hinnehmen musste, blickt positiv in die Zukunft und hält die Menschen, die nach Urlaub lechzen, dazu an, mit zu träumen. Zwei Haldensleber Reisebüros haben deshalb ihre Reisetrends für 2021 verraten.

Durch die Verordnungen und Reisebeschränkungen, die im vergangenen Jahr mit der Corona-Pandemie einhergingen, haben sich auch die Wünsche der Kunden entsprechend geändert. „Urlaub in Deutschland war im vergangenen Jahr sehr nachgefragt“, sagt Pascal Hampel, der 2020 ein Reisebüro in Eigenregie in der Hagenstraße geöffnet hat. „Die Küste und die Berge wurden stark nachgefragt“, berichtet er. Dabei kristallisierte sich jedoch kein klarer Favorit heraus.

Laut dem Konzern „DER Touristik“, der ebenfalls ein Reisebüro in der Haldensleber Hagenstraße betreibt, gab es außerdem eine starke Nachfrage für Urlaub mit Eigenanreise. Statt dem Flieger wurde das eigene Auto für Urlaubsreisen genutzt. Außerdem brachte 2020 einen Boom für Camping-Urlaube.

Für 2021 rechnen die Touristikkonzerne nach wie vor mit einer hohen Nachfrage für Urlaube im eigenen Land, aber auch in die umliegenden Nachbarländer. Doch auch die klassischen Traumziele für Urlaube finden noch Platz auf der Trendliste 2021. Viele Konzerne bieten aufgrund der Corona-Pandemie erleichterte Bedingungen in Sachen Stornierung und Umbuchung an.

Doch wie tief müssen Urlauber nun in die Taschen greifen? Der Konzern „DER Touristik“ prognostiziert günstige Urlaube für 2021. „Die niedrige Nachfrage ermöglicht geringere Hotelkosten“, erklärt Ingo Burmester, CEO des Touristikkonzerns. Besonders für die Zielgebiete Türkei, Bulgarien, Griechenland, Ägypten, Balearen, Kuba und die Dominikanische Republik seien Preissenkungen von mehr als 25 Prozent zum Vorjahr möglich. Dabei werden sich die Preise laut Burmester wieder auf dem Niveau von 2019 anpassen, wenn Angebot und Nachfrage sich wieder eingependelt haben. Die erwartete Verteuerung des Urlaubs könnte damit ausbleiben.

Trotzdem können die Touristiker den Urlaubern nicht alle Sorgen abnehmen. Einige Einschränkungen bleiben auch 2021 bestehen. Derzeit sollten Reisen zu touristischen Zwecken unterlassen werden, doch mit sinkenden Infektionszahlen wird es auch hier Lockerungen geben. Urlauber sollten sich vorab beim Auswärtigen Amt informieren, wie die Reisebestimmungen für das jeweilige Reiseziel sind. Derzeit ist ein negativer Corona-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist, bei der Einreise in vielen europäischen Ländern Pflicht.