Althaldensleben l Die Rüttelplatte stampft vor sich hin, die Flex kreischt: In der Nordstraße herrscht emsige Betriebsamkeit. Die Stadtwerke ersetzen eine alte Gas-, eine Wasser- sowie eine Stromleitung. Nach 45 Jahren sei das notwendig gewesen. „Die Arbeiten liegen komplett im Zeit- und auch im Kostenplan“, informiert Reiko Freier. Er ist der Bereichsleiter Netzbetrieb bei den Haldensleber Stadtwerken. Die Gesamtkosten der Arbeiten beziffert er mit etwa 120.000 Euro.

Aktuell würden die Gas- und die Trinkwasserleitung sowie ein Leerrohr für die 1-Kilovolt-Stromleitung verlegt. Die dafür nötigen Tiefbauarbeiten seien etwa zur Hälfte erledigt. Nach ihrem Abschluss müssten noch die Hausanschlüsse umgebunden werden. Das werde etwas Zeit brauchen, denn beim Trinkwasser müsse die Leitung auch gespült werden. Darüber hinaus seien Proben zu nehmen, teilt Reiko Freier mit.

Arbeiten dauern bis Juni

Insgesamt sollen die Arbeiten maximal bis zum 21. Juni dauern. „Natürlich hoffen wir, dass wir den Zeitraum nicht komplett benötigen“, so der Bereichsleiter. Das dürften die Anwohner gern hören. Denn aufgrund der Arbeiten ist die Nordstraße derzeit voll gesperrt.

Ein Leser hatte sich darüber hinaus wegen der Arbeiten an die Volksstimme gewandt. Er erkundigte sich, warum die Stadt nicht die Gelegenheit nutze, um die Stromversorgung für die Straßenbeleuchtung in die Erde zu legen. Diese wird bisher in Form einer Freileitung gewährleistet. Wenn die Stadt die Chance ergreife, könne sie doch Geld sparen, so der Leser.

Keine Zusatzkosten für die Stadt

Laut Reiko Freier ist dieser Gedanke unbegründet. Die Masten auf der Südostseite der Straße haben bisher die Leitungen für die Versorgung der Anwohner als auch die für die Lampen getragen. Allerdings stünden sie zu nahe an dem Graben, den die Arbeiter für die neuen Leitungen ausgehoben haben. Ihre Standsicherheit könne nicht mehr gewährleistet werden. Daher würden sie entfernt. Als Ersatz würden die Stadtwerke eine provisorische Beleuchtung installieren. Zusätzliche komme ein Kabel für die Versorgung späterer Masten in die Erde. Stadtpressesprecher Lutz Zimmermann hält fest, dass für die Stadt dadurch keine Kosten entstehen.