Wellen l Es ist schon Usus, dass die Bürgermeisterin der Gemeinde Hohe Börde, Steffi Trittel, am Freitag nach dem Dreikönigstag zum Neujahrsempfang einlädt. Vertreter aus der Politik, der Wirtschaft und der dörflichen Gemeinschaft kommen zusammen. Ehrenamtlich Engagierte nutzen die Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen und Gedanken auszutauschen.

Dass eben diese Menschen gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung auch im Vorjahr einiges für die Hohe Börde erreicht haben, zeigte auch die Bilanz der Bürgermeisterin. In vielen Bereichen konnten Erfolge erzielt werden. Ein Zeichen, dass die Lebensqualität in der Hohen Börde stimmt, ist für Steffi Trittel auch die stetig gestiegene Einwohnerzahl, die heute bei 19.000 liegt.

„Gemeinsam mit mir entscheiden unsere 118 Gemeinde- und Ortschaftsräte mehrheitlich, wofür unser Geld ausgegeben wird“, betonte Steffi Trittel und verwies auf das Prinzip, durch Fördermittel aus einem Euro drei Euro zu machen. Damit sei die Gemeinde bisher gut gefahren. Ebenso entscheidend sei es aber auch, „Vorhaben, die manchmal experimentell erscheinen“, mutig umzusetzen. Neue Herausforderungen würden oft nach ungewohnten Modellen und Methoden verlangen.

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Beispiel dafür, dass das Handeln in der Hohen Börde nicht verkehrt gewesen sein kann, ist vielleicht die Ortschaft Hohenwarsleben. Im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ konnte die Jury überzeugt werden. Gold auf Kreisebene und Silber auf Landesebene. Dafür durfte sich Ortsbürgermeisterin Hilke Neuschrank stellvertretend für die Ortschaft nun ins „Goldene Buch“ der Gemeinde eintragen.

Zukunftsperspektive

In Zukunft soll auf die Erfolge und Prinzipien aufgebaut werden. Einer der neuen Grundsteine ist das Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK), mit dem neue Quellen der Förderung von Investitionen erschlossen werden können. Somit können Projekte für das Schwimmbad in Niederndodeleben und die Kindereinrichtungen in Hermsdorf und Bebertal angegangen werden.

Im Bereich der digitalen Kommunikation wurden materiell bessere Voraussetzungen geschaffen, auf die jetzt mit modernen Bildungsangeboten aufgebaut werden kann. „Bildungschancen sind ein wesentlicher Faktor, den Standort Hohe Börde attraktiv zu machen“, unterstrich Steffi Trittel. So wird nach der Eröffnung der neuen Grundschule in Hermsdorf auch weiter in die Schullandschaft investiert. Die Turnhalle in Hermsdorf wird gebaut und die Bauvorbereitung für die grundhafte Sanierung in Bebertal sind in der finalen Phase.

Eine wichtige Säule für das Funktionieren des dörflichen Lebens sind die Ehrenamtlichen. Die Liste derer ist lang. „Neben Arbeit und Wohnen, neben Staat und Markt muss das Leben, muss die Zivilgesellschaft als gleichwertiger Bereich weiterentwickelt und gefördert werden“, so Steffi Trittel. Gemeinsam mit der Stiftung Leben in der Hohen Börde forciert die Gemeinde den Aufbau einer nachhaltigen Engagement-Struktur. Hier kann sich jeder einbringen, ebenso wie in der Kommunalpolitik, die durch die Wahlen in diesem Jahr wieder eine Veränderung erfährt.