Calvörde l „Meine Cousine Annabell und ich - wir schauen uns heute meine neue Schule an“, verkündet Gregory König. Der neunjährige Etinger steigt voller Neugier die Stufen zum Schulhaus hinauf. Gleich im Foyer der Sekundarschule „Brüder Grimm“ begrüßen Katharina Knauf, Heidemarie Schweickert und Madeleine Lindecke vom Förderverein der Schule die Besucher.

„Wir fördern Projekte der Schule. Wir unterstützen finanziell zum Beispiel die Klassenfahrten. Jetzt soll gleich neben dem Grünen Klassenzimmer ein Lehmbackofen entstehen. Wir sammeln dafür Spendengelder“, erklärt Vereinsvorsitzende Katharina Knauf. „Außerdem wollen wir die Vereinsarbeit vorstellen und natürlich auch neue Mitglieder werben. Vielleicht sind ja die Eltern der neuen Fünftklässler interessiert. Unsere Mitglieder zahlen nur einen Euro im Monat“, ergänzt Heidemarie Schweickert und zeigt auf die Flyer.

Mitglieder, die sich verbunden fühlen

Der Verein wurde 2004 gegründet und hat derzeit 68 Mitglieder. Das sind nicht nur Eltern, sondern auch Calvörder, die sich mit der Schule verbunden fühlen. Eilig strömen die Besucher in die obere Etage. Dort soll gleich die erste Musicalaufführung beginnen.

Bilder

Es rollt und rollt. Mädchen und auch ein Junge präsentieren in der Aula Ausschnitte aus „Starlight Express“. Das Musical schaffte es bereits 2010 in das Guinness-Buch der Rekorde als „international erfolgreichstes Musical aller Zeiten“. Was lag also näher, als selbst die Rollschuhe zu schnüren. „Es ist beeindruckend, was die Kinder in nur drei Tagen auf die Bühne gebracht haben“, schwärmt Schulleiter Claudio Kühn, als die Kinder auf Rollschuhen an ihm vorbei rauschen und für ihre Darbietungen tosenden Beifall bekommen.

Die zehnjährige Mira Jean Thielecke aus Wegenstedt sagt: „Ich skate schon seit etwa zwei Jahren, deshalb musste ich nicht viel üben.“ Emia Sophie Heinemann aus Calvörde verrät: „Ich war früher mal im Rollschuhverein. Das verlernt man wohl nicht.“ Lea Wall ist als Bremswagen flott unterwegs und erklärt: „Mir hat es Spaß gemacht, dass wir in der Gruppe geprobt haben und hinterher alles passte.“ Auch Lehrerin Heide Sämisch ist voller lobender Worte: „Die Kinder haben das Stück gelebt. Es hat richtig Spaß gemacht“. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Ute Nothnagel hat sie die Ausschnitte mit den Kindern einstudiert.

Schule stellt ihre Projekte vor

Viele Eltern und auch Großeltern sind mit ihren Kindern gekommen, um sich über die Angebote und Anforderungen der Schule zu informieren. Schüler und Lehrer stehen ihren Gästen Rede und Antwort. Bei Kaffee und Kuchen haben insbesondere die Eltern Gelegenheit, zwanglos mit Pädagogen ins Gespräch zu kommen.

„Wir nutzen den heutigen Tag, um die verschiedenen Projekte der vergangenen Tage vorzustellen“, sagt Schulleiter Claudio Kühn und verweist auf die Plakate mit den Bildern und Texten. „Wir waren gemeinsam bei der Landesgartenschau in Burg. Die Schüler haben dort viele Ideen gesammelt, die wir nun umsetzen“, sagt Kühn. Zum Beispiel sollen Schilder mit den Namen der einzelnen Wohnorte, aus denen die Kinder und Jugendlichen in die Schule kommen, gestaltet und später neben dem Grünen Klassenzimmer aufgestellt werden.

Auf ihrem Streifzug durch die Räume können die Gäste viel entdecken und auch ausprobieren. Vor allem mit Vorführungen locken die Lehrer und Schüler die jüngeren Gäste. Physiklehrerin Andrea Bortfeldt erklärte den beiden Viertklässlern, Gregory König und Annabell Winkler, Experimente zur Erzeugung von Reibungselektrizität. Auch ihre Großeltern Roswitha und Lüder König sind beeindruckt und erinnern sich gut an ihre Schulzeit.

„Nach der ersten Prognose werden wir wieder zwei 5. Klassen zusammen bekommen“, erklärt Kühn. 206 Kinder und Jugendliche werden derzeit in der Schule unterrichtet.