Landkreis Börde l Die 26 Mitglieder des Lions Clubs Ohrekreis wollen auch 2016 wieder wichtige, gemeinnützige Projekte in der Region finanziell unterstützen. Vereine und Einrichtungen können sich dafür ab sofort im Rahmen des jährlichen Ausschreibungsverfahrens bewerben. Unterstützt werden Vorhaben, die dem Gemeinwesen dienen, für eine breite Öffentlichkeit von Nutzen sind oder allgemeine Zustimmung erfahren.

„Traditionell liegt uns die Förderung von Jugend und Sport sowie der Kultur besonders am Herzen. Aber auch soziales Engagement oder den Erhalt von Baudenkmalen wollen wir gern finanziell unterstützen”, sagt Lionspräsident Andreas Kersten. Von Vorteil sei, wenn der Antragsteller in der Region des ehemaligen Ohrekreises ansässig ist. Einsendeschluss der formlosen Anträge ist der 31. März. Die Anträge sind an die Fördergesellschaft Lions Club Ohrekreis, Lindenbreite 5 in 39326 Wolmirstedt, einzureichen. Die Antragsteller erhalten bis Ende April eine Antwort.

Seit 2003 fast 70 000 Euro gespendet

Seit der Gründung im Jahr 2003 haben die Lionsmitglieder fast 70 000 Euro gespendet. Im Vorjahr gingen 27 Anträge ein, von denen 15 Projekte mit insgesamt 7450 Euro unterstützt wurden. 1900 Euro – die mit Abstand größte Einzelsumme – wurden für die Restaurierung des letzten erhaltenen Epitaphs der Klosterkirche Hillersleben ausgegeben. Viel Geld ging erneut an Jugendprojekte. So bekam der Landfrauenverein Holli Holler in Bebertal 300 Euro für das Projekt Filzen, mit dem Kindern und Jugendlichen das alte Handwerk näher gebracht werden soll. Das Bildungs- und Freizeitzentrum in Wolmirstedt konnte sich über 400 Euro für Ballfangnetze für die offene Jugendarbeit freuen. Finanziert wurde auch ein Beamer für Schülerlesungen der Wolmirstedter Bibliothek. 300 Euro gingen an das Trommelprojekt der Diesterweg-Grundschule in Wolmirstedt.

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Traditionell bekommen die Kreismusikschule Haldensleben-Wolmirstedt, das Holzhaustheater Zielitz und das OK-Live-Ensemble Barleben-Wolmirstedt Zuschüsse. Die Kreismusikschule konnte eine neue Trompete mit Wert von rund 400 Euro kaufen, die kleinen Mimen in Zielitz haben 600 Euro für Bühnenpodeste im neuen Theater erhalten. OK-Live konnte für 800 Euro neue Kostüme und Requisiten anschaffen. Außerdem hat der Club für ein langjähriges Mitglied, deren Eltern den Monatsbeitrag nicht mehr aufbringen können, die Kosten für ein ganzes Jahr übernommen. Die Opfervereinigung Weißer Ring in Barleben freute sich 250 Euro für Bilddokumentation im Rahmen der Präventionsarbeit und der DRK-Ortsverein über 550 Euro für ein Wasser-Rettungsbrett, das für die jährlichen Schwimmtage mit Behinderten am Jersleber See hilfreich ist.

Der Theater- und Kulturverein Burgstall hat sich für 440 Euro ein Veranstaltungszelt angeschafft, mit 200 Euro wurde die Festbroschüre des Kurfürst-Gymnasiums Wolmirstedt mitfinanziert. Und das Kreismuseum in der Ohre-stadt konnte für 420 Euro Bilderrahmen anschaffen. Zusätzlich wurde im Dezember mit einer Spende von 500 Euro die Arbeit des Integrationsbündnisses Wolmirstedt gewürdigt.

Viele Veranstaltungen für gute Zwecke

Was die „Löwen“ verteilen, stammt ausschließlich aus Einnahmen durch Mitgliederspenden, Arbeitseinsätzen wie die jährliche Aufforstaktion, den Benefizveranstaltungen wie den Kabarettabend in Colbitz oder dem Glühweinverkauf auf dem Weihnachtsmarkt in Barleben. Selbst die jährliche Jahresabschlussfahrt, die diesmal im Mai nach Freyburg führt, das traditionelle Wildschweinessen in Mahlpfuhl oder den Neujahrsempfang finanzieren die Teilnehmer aus der eigenen Tasche.

Entsprechend der internationalen Grundsätze der Lions kommt das Geld bis auf den letzten Cent der Allgemeinheit zugute. Rund 1,3 Millionen Mitglieder sind in den 45 000 Clubs in mehr als 100 Ländern der Erde organisiert. In Sachsen-Anhalt sind es allein 30 solcher Hilfsorganisationen, im Landkreis Börde existieren vier Lion-Clubs.