Calvörde l Der Bebauungsplan für das Gewerbegebiet „Neues Land“ in Calvörde setzt im Bereich der Refresco GmbH, einem Hersteller von Fruchtsäften und Erfrischungsgetränken, eine maximale Bauhöhe von 25 Meter fest. „Die Höhe des vollautomatisierten Hochregallagers beträgt laut Plan aber 28 Meter. Die Firma hat deshalb einen Antrag bei der Gemeinde gestellt, um von den Festsetzungen des Bebauungsplanes befreit zu werden“, erklärte Gerhard Reinecke (CDU), Vorsitzender des Wirtschafts- und Umweltausschusses der Gemeinde Calvörde, bei der jüngsten Sitzung des Gremiums.

„Refresco Deutschland möchte 24 Millionen Euro für die Sicherung des Standortes in Calvörde in das neue Logistikzentrum in Calvörde investieren“, sagte Refresco-Werkleiter Volker Tuisl. Architekt Wolfgang Stabenow erläuterte einige Details des Bauantrages. Demnach soll das neue Lager mit modernster Fördertechnik ausgestattet werden. Mit dem neuen Hochregallager soll die effiziente Lagerung der am Standort produzierten Getränke – darunter Saft, Eistee und Fruchtsaftgetränke – entwickelt werden. Die Entfernung des neuen Bauwerkes zum Ortsrand beträgt nach den Ausführungen des Planers etwa 500 Meter.

Bestandteil des Bauantrages ist laut Architekt auch eine Sprinkleranlage mit zwei Wassertanks samt Pumpen, die einen Brand im Lager sofort löschen würden. Um dauerhaft konkurrenzfähig zu bleiben, werden etwa 40.000 Palettenstellplätze zusätzlich benötigt. Um das Hochregallager optimal betreiben zu können, müssen die Zugriffszeiten zu den Paletten in einem bestimmten Zeitraster liegen. Deshalb wird das neue Lager laut Planung 28 Meter hoch, also drei Meter höher als in der Festlegung des Bebauungsplanes.

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Lager wird 8360 Quadratmeter groß

Das Regallager hat im Grundriss eine Abmessung von etwa 110 mal 76 Meter und damit eine Gesamtfläche von etwa 8360 Quadratmeter. „Wir hoffen, dass wir im Juni/Juli diesen Jahres die Baugenehmigung haben. Im September oder im Oktober wollen wir mit den Bau beginnen“, blickte Wolfgang Stabenow voraus. Gemeinderatsmitglied Stefan Gödicke (FDP) fragte, ob es beim Betrieb des Hochregallagers eine Geräuschkulisse geben wird. „Ich bin mir sicher, dass man außerhalb des Hochregallagers nichts hören wird“, sagte der Planer.

Calvördes Bürgermeister Volkmar Schliephake (CDU) betonte: „Für Calvörde ist es wichtig, diesen Standort zu sichern. Das bedeutet für die Menschen eine Sicherheit der Arbeitsplätze und der Lebensgrundlage.“ Mit über 250 Arbeitsplätzen sei Refresco ein wichtiger Arbeitgeber und auch ein wichtiger Steuerzahler. Einstimmig befürworteten die Mitglieder des Wirtschafts- und Umweltausschusses das Bauprojekt.

Um sich ein Bild vom Unternehmen machen zu können, lud Werkleiter Tuisl die Mitglieder des Ausschusses und des Gemeinderates zu einer Betriebsbesichtigung ein. Auch der Gemeinderat stimmte dem Bauvorhaben zu. Die Inbetriebnahme des Lagers ist für das vierte Quartal 2021 anvisiert.