Haldensleben/Bregenstedt l „Wie ich zur Musik gekommen bin? Für gute Noten habe ich immer bei Schulkonzerten gesungen, um bei meiner Musiklehrerin Frau Lehr 15 Punkte im Unterricht zu bekommen“, erinnert sich Alexander Gehlen, der das Haldensleber Friedrich-Förster-Gymnasium besuchte. Der 25-jährige Bregenstedter, der inzwischen Wirtschaftsingenieurwesen an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg studiert, denkt zurück, dass er anfänglich nur für sich allein zuhause Klavier gespielt hat.

In einer Facebook-Studentengruppe sei er auf einen Post von Mia gestoßen. Sie suchte als Sängerin eine Band. „Marcel wollte Gitarre, Kai Schlagzeug, Fiete Bass und ich Klavier spielen“, erinnert sich Gehlen an das erste Treffen im „Stübchen“ in der Festung Magdeburg. „Damals haben wir gemerkt, dass das so nicht klappt und haben beschlossen, zu viert weiterzumachen. Vor drei Monaten haben wir dann noch Thomas dazu geholt, der sowohl Bass, Klavier als auch Gitarre spielt“, erzählt Gehlen vor seinem Auftritt im Haldensleber Club.

Das Team vom Projekt „Lebenswert“ vom Verein Khepera hatte das Konzert in der Kreisstadt organisiert. Die Magdeburger Band vereint viele Stile, so dass eine gewisse Abwechslung und Stimmungswechsel gegeben sind. Die fünf jungen Männer spielen zum größten Teil deutschsprachige Musik mit Einflüssen aus Rock, Indie und Pop.

Die Texte hat Alexander Gehlen zum größten Teil selbst geschrieben. Er singt von seinen Träumen, von Kindheitserinnerungen, von der Liebe und dem Gefühlschaos. Aber auch vor politischen Themen scheuen sich die Musiker nicht.

Markante, rauchige Stimme

Auffällig ist die markante, rauchige und gleichermaßen gefühlvolle Stimme des Sängers. Das Publikum lässt sich begeistern und hat sichtlich sehr viel Spaß am Auftritt der „Rockhelden“. Die Musiker laden von der Bühne aus ein, am 14. Februar ab 19 Uhr zu ihrem ersten eigenen Konzert in die Magdeburger Festung zu kommen. „Das Konzert findet wieder im ,Stübchen‘ statt. Das ist ein kleiner Saal, in dem etwa 170 Personen Platz finden“, sagt der Sänger.

Zwischen den Songs erzählt der Bregenstedter vom Erfolgskurs. Die „SPH Music Masters“ ist mit mehr als 1500 teilnehmenden Acts und 500 Events pro Jahr einer der größten Live-Musikwettbewerbe Europas. „Offen für alle Musikrichtungen und im Sinne eines toleranten, vielfältigen Zeitgeistes dürfen dort Musiker aller Genres live auftreten, sofern sie ihre eigenen Werke aufführen“, erklärt Gehlen.

Die SPH Music Masters finden jährlich in mehreren Auswahlrunden in etwa 70 Städten in Deutschland, in Österreich sowie in der Schweiz statt.

In der Vorrunde des „SPH“ im vergangenen Winter in Magdeburg schafften es die jungen Musiker, sich in die Herzen des Publikums zu singen und sich so auf Platz eins zu katapultieren. Damit qualifizierten sich die „Helden“ für das Stadtfinale, das in Leipzig über die Bühne ging. „Beim Stadtfinale sind wir durch das Votum der Jury weiter gekommen“, erzählt der Rocksänger. Weiter ging die Erfolgstour mit dem Auftritt beim Regionalfinale in Bremen. „Wir konnten es kaum fassen, denn auch in Bremen rockten wir uns auf den zweiten Platz“, blickt der Bregenstedter zurück. Wieder packten die Musiker ihre Instrumente für das Viertelfinale in Berlin ein. Wieder gab es von der Jury grünes Licht, so dass die Band „Es bedarf an Helden“ jetzt das Halbfinale am 29. Februar in Hamburg im Visier hat.

„Wer dabei sein möchte, ist willkommen. Wir haben einen Bus gechartert und werden gemeinsam mit unseren Fans und Freunden nach Hamburg fahren“, blickt Gehlen voraus. „Mein größter Traum ist es, möglichst viele Menschen mit unserer Musik zu erreichen und somit auch die Welt in kleinen Stücken nachhaltig zu verändern“, sagt der Bregenstedter.

Wer die Band in Hamburg unterstützen und im Bus mitreisen möchte, kann sich auf Facebook, Instagram oder unter esbedarf@nhelden.de melden.