Calvörde l „Die Zeit drängt, denn zum 1. Mai sollen die Boote wieder ins Wasser gelassen werden“, sagte Lutz Palm aus Althaldensleben am Sonnabendnachmittag. Sein Sportboot gehört zu den vier oder fünf Booten, die dann mit Hilfe eines riesigen Krans ins Wasser gehoben werden. „Wenn der Termin steht, an dem der Kran aus Magdeburg kommt, müssen alle Boote bereit sein. Nach einander werden die Sportboote wieder fachmännisch in das Hafenbecken gesetzt. Das muss flott gehen, denn die Kranmiete kostet viel Geld“, weiß Palm, der gerade die Auspuffanlage seines Bootes repariert. Sein Sportboot stammt ursprünglich aus den USA und ist etwa acht Tonnen schwer. Der Althaldensleber ergänzte: „Die sonnige Zeit auf dem Trockenen dient, um die Arbeiten zu erledigen, die ich nur machen kann, wenn das Boot an Land ist.“

Zaungäste können zuschauen

Spannend ist es im Moment auch für Spaziergänger, denn sie können zuschauen, wenn die Hobbykapitäne an ihren Booten werkeln. „Viele Arbeiten kann man nur machen, wenn die Temperaturen stimmen. Das sind Streicharbeiten, die man zum Beispiel bei schlechtem Wetter oder Frost eben nicht erledigen kann“, erklärte Palm.

Wenn der Kran später im Sportboothafen steht, packen alle Bootsbesitzer mit an. „Einer allein bekommt das nicht hin. Und das muss auch so sein. Da muss jeder Handgriff sitzen, damit die Boote, die teilweise über acht Tonnen wiegen, sicher in ihrem Element – dem Wasser – landen.