Weferlingen l Des einen Freud, des anderen Leid: Nachdem im Kreistag das neue Förderschulkonzept für den Südkreis keine Zustimmung gefunden hat, ein zentraler Förderschulcampus am Standort Klein Oschersleben folglich nicht gebaut wird, sollen die Fördermittel jetzt in den Norden des Landkreises fließen. Für insgesamt rund neun Millionen Euro soll mit der längst überfälligen Sanierung des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums in Weferlingen begonnen werden.

9 Millionen Euro eingeplant

Zwar stand das Vorhaben nur auf dem zweiten Platz der Prioritätenliste, die der Kreistag beschlossen hat, da aber Platz 1 – der Förderschulcampus – nun Geschichte ist, kann die Planung der Sanierung in Angriff genommen werden.

Ein Großteil des Geldes – bis zu 5,7 Millionen Euro – kommt aus dem Fördertopf „Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Verbesserung der Schulinfrastruktur finanzschwacher Kommunen“. Um dies abzurufen ist jedoch Eile geboten, denn zur rechtzeitigen Beantragung muss eine europaweite Ausschreibung der Arbeiten bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein.

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Eile ist geboten

Die fehlenden Eigenmittel in Höhe von 3,34 Millionen Euro sind zum Großteil bereits im Haushalt eingestellt – ursprünglich für den Bau des Förderschulcampus. Lediglich ein Mehrbedarf in Höhe von etwa 430.000 Euro müsste vom Kreistag noch für den Haushalt eingestellt werden.

Container werden abgerissen

Die Arc Architecturkonzept GmbH hat im Auftrag der Kreisverwaltung drei mögliche Varianten zur Sanierung erarbeitet. Variante 1 sieht die Sanierung des Haupthauses sowie einen Neubau vor. Bei Variante 2 soll neben der Sanierung des Haupthauses und eines Neubaus auch ein kleinerer Anbau für das Haupthaus entstehen. Die Container, die teilweise bereits in den 1990er Jahren aufgestellt wurden, werden bei beiden Varianten abgerissen. Variante drei sieht nur einen größeren Anbau, dafür aber eine Sanierung der Container vor. Auch aus Kostengründen hat sich die Kreisverwaltung für Variante 1 entschieden.

Mit der Sanierung bis zum Jahr 2021 werden nicht nur die zahlreichen Mängel behoben, auch der Raumbedarf soll den pädagogischen Konzepten angepasst werden.