Hundisburg l „Wir haben alles erfasst, was unser Terrain betrifft“, erklärt Ulrike Wahrendorf vom Verein Kultur-Landschaft Haldensleben-Hundisburg. Der kümmert sich sowohl baulich als auch kulturell um Schloss, Barockgarten und Landschaftspark.

Neben 18 eigenen Veranstaltungen sind im neuen Programm auch 7 weitere aufgelistet. Sie finden zwar im Schloss oder seiner Nachbarschaft statt, werden aber von anderen Organisatoren auf die Beine gestellt. Dazu gehört beispielsweise das historische Fest „Gertrudium“. Es findet 2019 am 15. und 16. Juni im Landschaftspark statt und wird von der Stadt ausgerichtet. Ein weiteres Beispiel ist das Oldtimertreffen. Es findet 2019 bereits zum 20. Mal statt und ist für den 2. Juni angesetzt. Veranstalter sind die Oldtimer-Freunde Hundisburg.

"Anderes Neujahrskonzert" als Auftakt

Der eigene Veranstaltungsreigen der Kultur-Landschaft beginnt am Sonntag, 20. Januar. Dann tritt der Multi-Instrumentalist Vincente Patíz im Akademiesaal auf. Er verspricht ein „orchestrales Feuerwerk“ und spielt unter anderem auf Gitarre, Didgeridoo, Percussion, Low Whistle und Harfengitarre. „Wir haben die Titel unserer Formate etwas verändert. Früher hieß es ‚Alte Musik‘, jetzt ‚Anderes Neujahrskonzert‘“, berichtet Ulrike Wahrendorf. Auf diese Weise sei das Konzept flexibler geworden und spreche vielleicht auch jüngere Leute an. Im Februar steht für Ulrike Wahrendorf ein persönlicher Höhepunkt an. Denn unter dem Titel „Mehr geht nicht! - Die große Welttournee“ gastiert am 24. Februar das Trio „Bidla Buh“ im Akademiesaal.

Unter der Rubrik „leichte Muse“ geht es am 17. März mit einem Auftritt des Orchesters „Franz‘L“ weiter. Das entführt seine Gäste in die Zeit großer Swing- und Tanzorchester. Geboten werden Melodien von Duke Ellington, George Gershwin und Fred Raymond.

Aus für den Frühlingsmarkt

Der traditionelle Frühlingsmarkt wird vorerst nicht mehr stattfinden. Zur Begründung erklärt Ulrike Wahrendorf, dass es einige Gemeinsamkeiten mit der Messe „Gartenträume“ gegeben habe. Letztere habe sich gut etabliert. Pünktlich zum Frühlingsmarkt gab es dieses Jahr dagegen einen Wintereinbruch. Aufwand und Resonanz hätten in keinem Verhältnis gestanden.

Eine junge Tradition, die sich fortsetzen könnte, bildet das Muttertagskonzert am 12. Mai. Das gab es bereits 2018. Im kommenden Jahren geben sich der langjährige künstlerische Leiter der Sommermusikakademie, Rolf-Dieter Arens, am Klavier und Jürnjacob Timm am Violoncello die Ehre. Sie spielen Werke von Beethoven und Brahms. Zusätzlich steht im Mai eine Fachtagung zu „Joachim I. zu Winckelmann“ auf dem Programm.

Irische Nacht nur noch mit zwei Bands

Eine weitere Veränderung gibt es bei der Irischen Nacht am 25. Mai. Das Programm wird von drei auf zwei Bands verschlankt. „In der Vergangenheit sind bei der dritten Band oft schon Besucher gegangen, weil es zu spät wurde“, erklärt Ulrike Wahrendorf. Außerdem wolle der Verein künftig verstärkt auf traditionelle irische Musik setzen. Da sei die Gruppe Clonmac Noise, die sich zusammen mit „Folk‘s Sake“ für 2019 angekündigt hat, ein guter Kandidat.

Nicht zuletzt stehen einige weitere Jubiläen ins Haus. „Ein das ganze Jahr umspannendes Kulturprogramm bieten wir seit 1999 an“, berichtet Harald Blanke, der Leiter der Schloss- und Gartenverwaltung. Einige Veranstaltungen seien bereits älter. Aber das Programm an sich begehe nächstes Jahr seinen 20. Geburtstag. Genauso lange mit dabei ist auch das Poetenpack. Es präsentiert am 29. Juni auf der Schlossterrasse das Stück „Romeo und Julia“.

Das internationale Clavier-Festival findet 2019 zum zehnten Mal statt. Es ist für den 14. September vorgesehen. Das Rossini-Quartett begeht sein 30-jähriges Bestehen und gastiert am 20. Oktober auf dem Schloss. Neben den aufgelisteten Terminen gibt es auf Schloss Hundisburg auch weitere Veranstaltungen. Etwa in der Spinnstube oder in der Brauerei. Auch die Go-Gruppe feiert ihren 10. Geburtstag.