Velsdorf l Die Aufregung war groß, als der Kran und die Fahrzeuge mit den ersten zwei Containern, die zwei Meter breit und zwölf Meter lang sind, anrückten und vor der Halle abluden. Eine ausgediente Lagerhalle wird nämlich zum Schützenhaus umgebaut. Das alte Schützenheim der Velsdorfer war im Juni 2015 abgebrannt. „Die beiden Bürocontainer werden zu einem Luftgewehrschießstand umgebaut. Dazu werden zwei Seiten rausgeschnitten. Und so entsteht ein Raum von etwa fünf Meter Breite und zwölf Meter Länge. Da haben wir Platz für maximal fünf Bahnen“, beschrieb Hubertus Nitzschke, stellvertretender Vorsitzender des Velsdorfer Vereins.

Zur Zeit ist Hans-Georg Gabriel aus Etingen, Mitglied des Velsdorfer Schützenvereins, bei den umfangreichen Metallarbeiten dabei.

Stück für Stück verwandelt sich die ausgediente Lagerhalle in das Domizil der Schützen. Die Vereinsmitglieder legen sich bei Arbeitseinsätzen mächtig ins Zeug. Freunde aus anderen Vereinen, Nachbarn und Bewohner des Ortes halfen beim Aufräumen und beim Schachten für die Gräben der Versorgungsleitungen. Die Freunde machten den Betroffenen Mut. „Das Engagement und die Hilfe von Leuten, die nicht mal direkt etwas mit unserem Verein zu tun haben, ist riesig“, sagte Vereinsvorsitzender Franz Stöhr.

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Etwa 300 000 Euro kostet das große Vorhaben insgesamt. Etwa 98 000 Euro werden für den Innenausbau und etwa 200 000 Euro für die Außensanierung und später für die Umsetzung des Schießstandes benötigt. „Die Fördermittel für die Bürocontaineranlage sind bestätigt. Der Bescheid über 21 244 Euro liegt vor. Insgesamt sind dafür 39 726 Euro geplant. Die Differenz wird durch Eigenkapital – also durch Spenden und Eigenleistung – erbracht“, erklärte Nitzschke. „Ein großes Dankeschön geht an alle Spender. Wir werden weiter vieles mit Eigenleistung schaffen. Wir müssen Eigenmittel erbringen, um die Fördermittel zu bekommen, denn ohne Förderung geht nichts. Der Plan ist, noch 2016 unser neues Vereinsheim in diese Halle zu installieren“, blickte Stöhr zuversichtlich voraus.