Weferlingen l Reges Treiben herrschte am Sonnabend im Hauptgebäude des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums in Weferlingen. Schüler und Lehrer empfingen insbesondere all jene Kinder und Eltern, die ab dem kommenden Schuljahr die 5. Klasse besuchen werden und damit vor einem Schulwechsel stehen.

Angst vor der neuen Schule braucht niemand zu haben, weder die Kinder noch deren Eltern. Diese Botschaft kam vor allem bei der großen Gesprächsrunde in der Aula immer wieder zum Ausdruck. Celine, Clara und Noah sind seit diesem Schuljahr Gymnasiasten. Und alle drei Fünftklässler betonten, dass es sehr schnell gegangen sei, die Schule, den neuen, etwas ungewohnten Blockunterricht und die Mitschüler kennenzulernen.

Zahlreiche Arbeitsgemeinschaften

Mehrere Tage findet deshalb zu Beginn der 5. Klasse kein Unterricht statt, sondern eben das Kennenlernen. Bei Spielen, Aufgaben, Aktionen und drei Tagen in der Jugendherberge Haldensleben verflog die Angst vor dem ganzen Neuen recht schnell. Es gab viel zu erleben, wie Clara, Celine und Noah sowie Klassenleiterin Juliane Kunze berichteten, so zum Beispiel ein Blindpfad, bei dem sich die ganze Klasse eben blind auf einen einzigen Führer verlassen musste.

Bilder

Die Unterrichtszeiten von 7.15 Uhr bis 12.35 Uhr werden vielen Schüler zunächst ein wenig komisch vorkommen, doch daran gewöhnen sie sich ebenfalls schnell. Bis zur Abfahrt der Schulbusse nach 13 Uhr werden die Kinder auf dem Schulhof beaufsichtigt oder können an der Mittagessenversorgung teilnehmen. Arbeitsgemeinschaften wie Chor, Compu-Kids oder Schülerzeitung finden grundsätzlich im 4. Unterrichtsblock statt, erklärte Koordinatorin Gabi Anders auf Nachfrage.

Schulleiter Thomas Grießbach konnte auf Anfrage von den Besuchern zur personellen Ausstattung der Schule Gutes berichten. Im Vergleich zu anderen Schulen sei das Stein-Gymnasium derzeit gut und mit einem sehr jungen Kollegium aufgestellt. Allerdings könne er keinen Einfluss auf Schwangerschaften nehmen, betonte er schmunzelnd. Französisch sei gerade wegen einer Elternzeit etwas knapp an Stunden.

Zaubershow im Chemieraum

In jedem Jahr der Anziehungspunkt schlechthin, hatte die Fachschaft Chemie gleich zu Beginn des Tages der offenen Tür eine kleine Zaubershow vorbereitet, die die Kinder in Erstaunen versetzte. Dann konnten sie aber auch selbst ein wenig „zaubern“, zum Beispiel einen Cent in Gold, beim Farb-Flammenspiel oder beim Experimentieren mit flüssigen Stoffen.

Dicht umlagert waren auch die Biologie-Vorstellungen und die Experimente im Physik-Raum, während Fächer wie Deutsch, Mathematik oder die Sprachen mit Lehr- und Unterrichtsmaterialien auf sich aufmerksam machten. Viele Eltern nutzen die Gelegenheit, um in den Klassenräumen ihre Fragen loszuwerden.

Ingo Spiegler, Vorsitzender des Schulfördervereins des Stein-Gymnasiums, lud die Grundschüler ein, sich an einem Malwettbewerb zu beteiligen. An insgesamt zehn Schulen waren die entsprechenden Aufrufe bereits verschickt worden. Unter dem Motto „So macht Schule Spaß“ können sich die Kinder bis zum 1. März am Wettbewerb beteiligen.

Am 30. März sollen dann von 14 bis 17 Uhr alle Bilder in der Alten Turnhalle auf dem Schulgelände ausgestellt werden. Alle Besucher fungieren als Juroren und können ihre Favoriten küren. Die Kinder mit den zehn besten Arbeiten können an einem Mal-Workshop mit einer professionellen Malerin teilnehmen. Übrigens können auch die jetzigen Gymnasiasten mitmachen. Sie werden vom Förderkreis gesondert bewertet und prämiert.