Haldensleben l „Chaos im Kopf ist Tohuwabohu! Alles ist Musik, mach mal lauter! Alles, was fremd ist, wird uns vertrauter. Wenn nichts mehr geht, fangen wir an zu singen“, heißt es im Lied der Kinder und Pädagogen der Johanne-Nathusius-Schule. Pure Lebensfreude ist zu spüren, als die Kinder beim Festprogramm gemeinsam auf dem Schulhof singen, tanzen und trommeln.

Das Publikum lässt sich anstecken. Und sogar die Männer des Oebisfelder Motorradclubs „Drömlingsritter“, die am heißen Grill Würstchen rösten, wippen im Takt mit. Schulleiter Sven Teßmann blickt bei der Begrüßung zurück: „Vor 20 Jahren haben wir die Schule mit Leben gefüllt. Es war eine spannende Zeit.“

Im Jahr 1998 gegründet

Im Juni 1998 waren die Geistigbehindertenschule am Papenberg und die Außenstelle des Krankenhauses am neuen Schulstandort an der Lüneburger Heerstraße zusammengelegt worden. Der Landkreis hatte das Schulgebäude einst gebaut.

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Gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Ute Thormann führt Teßmann nun durch das Programm und lädt die Gäste zum Mitmachen ein. Um heraus zu bekommen, wer alles der Einladung gefolgt ist, gibt es Fragen. „Sind die Kinder der Nathusiusschule da?“ Ein lautstarkes „Jaaa“ lässt nicht zweifeln.

Verkehrsminister zu Gast

Und auch für die Helfer, die das Fest vorbereitet haben, und die Familien gibt es einen donnernden Applaus. „Einer unserer Gäste kennt sicher jeden Krötentunnel unter dem Asphalt“, behauptet der Schulleiter und bittet den Verkehrsminister und den damaligen Landrat Thomas Webel (CDU) nach vorn. „Damals haben Joachim Hoeft und ich die Schule auf dem Papenberg angeschaut und gesehen, welche Leistungen die Lehrer und Erzieher vollbringen, indem sie die Kinder treppauf treppab tragen mussten. Da war klar, wir brauchen eine neue Schule“, erinnert sich Webel.

Damit die Sonne für ihn immer scheint, bekommt der neue Landrat Martin Stichnoth (CDU) eine Sonnenblume. „Der Landkreis ist Träger dieser Schule. Es war für mich schön, hier herzukommen. Ich freue mich auf die nächsten Jahre, in denen wir die Schule zum Wohl der Schüler und Eltern weiter entwickeln“, gesteht Stichnoth.

Die 30-jährige Mandy Schwentesius gehört zu den ersten Schülern im einstigen Kindergartengebäude, das zur Schule gebaut wurde. „Nach dem Schulabschluss habe ich eine Ausbildung absolviert und arbeite jetzt in der Werkstatt in Bülstringen. Ich habe nette Kollegen“, sagt Mandy Schwentesius und gesteht, dass sie stolz auf ihren Job ist.