Haldensleben l Bei Hermes am Südhafen wird es manchmal gefährlich. Das empfinden zumindest einige Volksstimme-Leser so, die sich unabhängig voneinander in der Redaktion meldeten. „Viele Hermes-Mitarbeiter gehen zu Fuß oder fahren mit dem Rad. Im Dunkeln sieht man sie als Autofahrer wirklich schwer, das kann schon mal brenzlig werden“, sagt beispielsweise ein Haldensleber, der anonym bleiben möchte. Das Problem sieht er vor allem darin, dass ein befestigter Fuß- und Radweg nur bis zu einer Stelle der Hinzenbergstraße geht, an der die Hauptstraße abbiegt. Einige Hundert Meter vom Weg-Ende bis zu Hermes legen Fußgänger und Radfahrer, die zu dem Unternehmen gelangen wollen, am unbefestigten Straßenrand zurück.

Im Dunkeln zur Arbeit

Wollen Autofahrer passieren, müssten die nicht motorisierten Verkehrsteilnehmer teils das angrenzende Feld nutzen, „um zur Seite zu springen“, wie es der Volksstimme-Leser ausdrückt. Und: die Hermes-Mitarbeiter haben durch Schichtarbeit oft Arbeitszeiten, in denen es noch oder schon wieder dunkel ist und weshalb sie entlang der sowieso schon schmalen Straßen schwer zu sehen seien.

„Der Betriebsleitung von Hermes Fulfilment im Südhafen ist das Thema bekannt. Wir haben selbst schon Anrufe dazu erhalten und daraufhin die Stadtverwaltung informiert“, sagt Anke Becker-Hartleib, Leitung Administration und Prozesse bei Hermes Fulfilment im Südhafen.

Der Ausbau von Straßen und öffentlichen Wegen sei allerdings Aufgabe der Stadt. Eine Verlängerung des Geh- und Radweges straßenbegleitend bis in das Gewerbegebiet liege also bei der Haldensleber Stadtverwaltung. „Wir würden das begrüßen“, sagt Anke Becker-Hartleib.

Nur wenige kommen per Rad

Zwar komme ihr zufolge nur ein kleiner Teil der Belegschaft von rund 1000 Mitarbeitern mit dem Rad zur Arbeit. „Je nach Jahreszeit und Wetter liegt die Zahl schätzungsweise zwischen 30 und 50“, sagt die Hermes-Mitarbeiterin. Allerdings sei die Gefahr dem Unternehmen bewusst.

Auch in der Haldensleber Stadtverwaltung ist das Thema längst angekommen und laut Stefanie Stirnweiß von der Presseabteilung auch in Bearbeitung. Das Ordnungsamt habe Schilder aufgestellt, die zur Achtung mahnen.

„Bevor der Weg weiter ausgebaut werden kann, sind noch Eigentumsfragen für die betreffenden Grundstücke zu klären“, so Stirnweiß. Der Weiterbau des Weges sei im Haushaltsansatz für das kommende Jahr eingeplant.