Belsdorf l Luise, Èmile und Johanna sind begeistert von den Glücksbringern auf dem „Hof an der Eiche“ in Belsdorf. „Unsere Schweine sind eine Kreuzung von den Bunten Bent-heimer, eine Kreuzung vom Aussterben bedrohte Nutztierrasse, mit Duroc-Schweinen. Diese zeichnen sich durch ihre Robustheit und durch eine besondere Fleischqualität aus“, sagt Jochen Dettmer, der gemeinsam mit seiner Ehefrau Jutta den Hof bewirtschaftet.

Seit Mai 2017 bieten Dettmers einen Ab-Hof-Verkauf mit Spezialitäten aus tiergerechter Haltung an. Während sie hauptsächlich den Laden schmeißt, kümmert er sich vordergründig um den Bio-Ackerbau. Im nächsten Jahr feiert der Familienbetrieb sein 30-jähriges Bestehen. Am 28. August 2021 soll es ein großes Hoffest geben.

Tochter Julia ist selbst auch auf dem Hof aufgewachsen und zeigt den kleinen Gästen, die zur Verwandtschaft gehören und an der Pumpmühle in Weferlingen wohnen, die Schweinchen im Stroh. Die niedlichen Rüsseltiere scheinen eine wilde Bande zu sein. Die jungen Schweine sind am 30. September geboren.

Hofladen läuft gut

„Trotz Corona läuft der Verkauf im Hofladen. Sogar besser – als zuvor, weil die Leute mehr darauf achten, was sie essen und deswegen bewusster einkaufen“, erklärt Jutta Dettmer. Viele Menschen kochen wegen der Pandemie-Beschränkungen mehr als zuvor in der eigenen Küche. Ihr Gatte ergänzt: „Der Trend ist einfach da, dass die Leute sich auf die regionale Kost und auf die tiergerechte Haltung besinnen. Sie wollen wissen, wo ihr Essen herkommt“, sagt der 60-jährige Hofherr. Dieses habe er bei allen Generationen beobachtet. „Die alten Leute sagen, es schmeckt ja so wie früher und die jungen wollen sich bewusst ernähren und achten im Besonderen auf die Kost für ihre Kinder“, erklärt Dettmer und verteilt Würstchen an die kleinen Gäste.

Neben den Schweinen leben auf dem Hof auch Enten, Hühner und Suffolk-Schafe, die gerade Nachwuchs bekommen haben. „Unsere Tierhaltung wird nach den Richtlinien des Neuland-Vereins für tiergerechte und umweltschonende Nutztierhaltung betrieben. Vorgeschrieben sind zum Beispiel Stroheinstreu, Auslauf beziehungsweise Weidehaltung und mehr Platz im Stall“, erklärt der Landwirt. Das Futter stammt – nach seinen Ausführungen – überwiegend vom eigenen Hof und wird nur für die Jungtieraufzucht dazu gekauft. „Unsere Ferkel, die wir ausmästen, bekommen wir aus anderen Neuland-Betrieben“, beschreibt Dettmer, zeigt auf das Freigehege und wünscht mit seinen Glücksschweinen einen guten Rutsch ins neue Jahr und ein glückliches 2021.