Hillersleben l Seit zwei Jahren wird auf einem Teil der ehemaligen Garnison Hillersleben umweltfreundlicher Solarstrom erzeugt. Doch auf der anderen Hälfte des Areals verfallen immer noch die seit Jahrzehnten ungenutzten Gebäude der einstigen Kasernenanlage.

Die Hamburger Firma Enerparc, die auch den bereits bestehenden Solarpark betreibt, plant jetzt, die alten Gebäude abzureißen und hier ebenfalls Solarmodule aufzustellen. „Hier sollen einmal acht bis neun Megawatt Solarstrom erzeugt werden“, informierte Projektentwicklerin Kirsten Stünkel.

Doch bevor es soweit ist, müssen erst die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Dazu gehört auch eine Änderung des gerade rechtskräftig gewordenen Flächennutzungsplanes der Verbandsgemeinde. Der Verbandsgemeinderat beschloss deshalb am Montag, die Aufstellung der ersten Änderung des Flächennutzungsplanes. Gleichzeitig wurde mit der Firma Enerparc ein städtebaulicher Vertrag abgeschlossen. Der beinhaltet, dass der Vorhabensträger für die Planänderungen alle Kosten übernimmt. Laut Kirsten Stünkel könnte im ersten Quartal 2017 nach den erforderlichen Auslegungsfristen der Satzungsbeschluss für die F-Plan-Änderung vorliegen .

Das Projekt sieht vor, in der Mitte des fast 161 000 Quadratmeter großen Areals eine Parkfläche zu erhalten. Dort liegt auch der denkmalgeschützte Friedhof, auf dem jüdische Opfer des Zweiten Weltkrieges bestattet wurden. Projektinhalt ist weiterhin der Bau einer Verbindungsstraße zwischen Hillersleben-Siedlung und Hillersleben-Dorf. Die ist insofern wichtig, weil unmittelbar an der geplante Straßeneinmündung in Hillersleben-Siedlung das neue Feuerwehrgerätehaus errichtet wird.