Haldensleben l An den Haldensleber Schulen können sich die Kinder freuen. Denn bei allen gibt es eine Hitzefrei-Regelung. Am Professor-Friedrich-Förster -Gymnasium werden die Unterrichtsstunden von 90 auf 60 Minuten verkürzt. „Für die fünften und sechsten Klassen stellen wir eine Betreuung bis 13 Uhr sicher“, sagte Schulleiter Marco Ladewig.

Für die meisten Haldensleber Schüler endet der Unterricht in den kommenden Tagen in der Zeit zwischen 11 und 13 Uhr. „Wir machen bis zur vierten Stunde Unterricht und dann machen wir lockere Spiele in den Klassenräumen, bis die Kinder ab 13 Uhr in den Hort gehen“, erklärt Katrin Kohnert-Waeke, stellvertretende Schulleiterin der Gebrüder-Alstein-Grundschule.

Schulleitung entscheidet

Ob Schüler Hitzefrei bekommen, entscheidet die Schulleitung. Vom Bildungsministerium in Sachsen-Anhalt heißt es, wenn um 11 Uhr mindestens 26 Grad in einem repräsentativen Unterrichtsraum erreicht sind, kann die Schule für die Jahrgänge eins bis zehn nach der fünften Stunde ausfallen. In Ausnahmefällen kann die Schulleitung allerdings auch schon nach der vierten Stunde den Unterricht beenden. Auch die Möglichkeit verkürzter Unterrichtsstunden wird den Schulen vom Ministerium eingeräumt.

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Doch nicht nur in den Schulen rauchen die Köpfe, auch die Erwachsenen müssen bei der Hitze arbeiten und haben fast keine Chance auf Hitzefrei. Das Unternehmen Ifa Group bietet Mitarbeitern in Gleitzeitregelung an, ihre Arbeitszeit zu verlagern, um der Nachmittagshitze zu entgehen. Zudem sollen Ventilatoren und Beschattungsanlagen vor der prallen Sonne schützen. Wasserautomaten stillen den Durst. Außerdem können die Mitarbeiter mehr Pausen machen und luftigere Kleidung tragen. „Ein bis zweimal im Jahr beauftragen wir einen Eiswagen, der kostenlos auf dem Firemengeländen Eis verteilt“, sagt Stefanie Steinhöfel aus dem Bereich Ifa Communication.

Nur der Ventilator hilft

In der Stadtverwaltung am Markt sind vor allem die Mitarbeiter gut bedient, die in den unteren Etagen untergebracht sind. In den oberen hilft nur noch ein Ventilator, denn eine Klimaanlage gibt es in der Stadtverwaltung nicht. „Seit zwei Jahren haben wir eine Sommerregelung“, sagt Stefanie Stirnweiß, Sachbearbeiterin im Bereich Stadtmarketing/Kommunikation. Im Juli und August haben die Mitarbeiter flexible Arbeitszeiten und können um 6.30 Uhr beginnen, wenn die Temperaturen noch halbwegs angenehm sind. Außerdem wird den Mitarbeitern Wasser als Durstlöscher zur Verfügung gestellt.

Unter freiem Himmel zu arbeiten, fällt an diesen Tagen auch den Bauarbeitern schwer. Das Bauunternehmen Quatz hat daher seine Arbeitszeiten verlagert. Um 6 Uhr beginnen die Angestellten mit ihrer Arbeit und bekommen Wasser zur Verfügung gestellt. Bei den Arbeiten an Hausfassaden wird, wenn es geht, die Sonne gemieden. „Die Arbeit wird so gelagert, dass man auf der Schattenseite ist“, sagte Matthias Quatz, Chef des Bauunternehmens.