Weferlingen l Den Beweis dafür, dass der Mädchenchor Wernigerode des Landesgymnasiums für Musik zu den besten Chören Deutschlands zählt, erlebten am Sonntag die Besucher in der Weferlinger St.-Lamberti-Kirche. Die Kirchengemeinde Weferlingen hatte den 45-köpfigen Chor aus der Stadt am Harz zu Gast.

Mit ihren hellen, klaren und überaus geschulten Stimmen begeisterten die Schülerinnen der 9. und 10. Klassen mit ihrem Gesang, der in einer hervorragenden Akustik in der Kirche aufging.

Abschied für Zehntklässlerinnen

Für jene Mädchen, die in diesem Schuljahr die 10. Klasse besucht hatten, wurde es zugleich das Abschlusskonzert. Sie wechseln mit den Eintritt in die 11. Klasse zu einer zweijährigen Mitgliedschaft in den Rundfunk-Jugendchor Wernigerode. Die Mädchen nutzten die Gelegenheit des Konzertes für einen Dank an alle Begleiter auf dem Weg des Mädchenchores.

Im Jahr 2009 hatte Steffen Drebenstedt die Funktion des künstlerischen Leiters des Mädchenchores übernommen. Unter seiner Leitung stand dann auch der Konzertnachmittag in Weferlingen.

Mit kirchlichen Liedern wie „Laudate domino“, einem dänischen Werk der Gegenwart, „Cantate domino“ aus der Vergangenheit oder „Ave Maria“ eines zeitgenössischen Komponisten schlugen die Mädchen immer wieder einen musikalischen Bogen durch die Jahrhunderte. Zugleich reisten sie aber musikalisch auch durch die Länder, machten in Spanien oder mit zwei Gospelsongs in Nordamerika Station.

Starker Applaus des Publikums

Der Applaus des Publikums steigerte sich von Vortrag zu Vortrag.

Im zweiten Teil ihres Konzertes widmeten sich die Sängerinnen mehr deutschen und internationalen Volksliedbearbeitungen, die sie nicht selten in der Originalsprache darboten.

Im Laufe der 40-jährigen Geschichte des Mädchenchores - er war 1977 von Claudia Senff am Gymnasium gegründet worden - wurden viele Gastspiele im In- und Ausland sowie auf nationalen und internationalen Chorwettstreiten absolviert. Zahlreiche Preise zeugen von der international anerkannten Klasse des Mädchenchores Wernigerode, von der sie in Weferlingen eine erstklassige Visitenkarte boten.